Munich Mayor Dieter Reiter at election night podium, viewing weak results leading to runoff election.
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Münchens oberbürgermeister reiter vor stichwahl nach schwachem ergebnis

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Bei der Kommunalwahl in Bayern am 8. März 2026 hat Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) in München nur 35,6 Prozent der Stimmen erhalten und muss in die Stichwahl am 22. März. Der Grünen-Kandidat Dominik Krause folgt mit 29,5 Prozent, während Clemens Baumgärtner (CSU) auf 21,3 Prozent kam. Reiters Ergebnis wird auf jüngste Kritik an seiner FC-Bayern-Tätigkeit und einem Vorfall im Stadtrat zurückgeführt.

Die Kommunalwahlen in Bayern haben in mehreren Großstädten zu Stichwahlen für das Oberbürgermeisteramt geführt. In München erlitt Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) deutliche Verluste im Vergleich zu 2020, als er im ersten Wahlgang 47,9 Prozent erreichte. Nach Auszählung fast aller Stimmbezirke kam er auf 35,6 Prozent, gefolgt von Dominik Krause (Bündnis 90/Die Grünen) mit 29,5 Prozent und Clemens Baumgärtner (CSU) mit 21,3 Prozent. Die Stichwahl zwischen Reiter und Krause findet am 22. März statt.

Reiter führte sein Ergebnis auf Fehler in den letzten Wochen zurück. "Ich habe in den letzten zwei Wochen ein, zwei Fehler gemacht", sagte er am Abend in München und nannte es einen "für mich doch enttäuschenden Wahlabend". Er bedankte sich bei Partei und Wählern und betonte, bis zur Stichwahl "verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen" zu müssen. Die Kritik bezog sich auf seine Tätigkeit im Verwaltungsbeirat des FC Bayern München, für die er seit Ende 2021 halbjährlich 10.000 Euro erhält. Reiter räumte ein, dass er nicht wusste, eine Genehmigung des Stadtrats zu benötigen, da Einkünfte über 10.000 Euro jährlich normalerweise genehmigt werden müssen. Zudem hatte er in einer Stadtratssitzung das N-Wort verwendet und sich schriftlich entschuldigt.

Ähnlich unentschieden endeten Wahlen in anderen Städten: In Nürnberg tritt Marcus König (CSU) mit 46 Prozent gegen Nasser Ahmed (SPD) mit 26,5 Prozent an. In Augsburg geht Eva Weber (CSU) mit 34 Prozent in die Stichwahl gegen Florian Freund (SPD) mit 19,9 Prozent. In Regensburg konkurriert Astrid Freudenstein (CSU) mit 37,5 Prozent gegen Helene Sigloch (Grüne) mit 18,9 Prozent. In Bamberg verpasste Melanie Huml (CSU) mit 28,2 Prozent die Stichwahl; Jonas Glüsenkamp (Grüne) mit 30,3 Prozent und Sebastian Niedermaier (SPD) mit 29 Prozent treten gegeneinander an.

Eine hohe Wahlbeteiligung zeichnete sich ab, etwa in Augsburg mit 30,3 Prozent bis 16 Uhr (2020: 28,3 Prozent). Die vollständigen Ergebnisse für Räte und Kreise stehen bis Mittwoch fest. Im Vergleich zu 2020: CSU 34,5 Prozent, SPD 13,7 Prozent, Grüne 17,5 Prozent, Freie Wähler 11,9 Prozent, AfD 4,7 Prozent. Die AfD wird landesweit zulegen erwartet, gewann aber keine Schlüsselwahlen.

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