Zwölf Tage vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg zeigt eine Insa-Umfrage, dass die Grünen mit 22 Prozent nur knapp vor der AfD mit 20 Prozent liegen, während die CDU bei 28 Prozent führt. In einem Wahlkampf-Duell präsentierten die Spitzenkandidaten ihre Pläne mit einem Hauch von Humor. Die Parteien stimmten darin überein, Bürokratie abzubauen und die Wirtschaft zu stärken.
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg findet am 8. März 2026 statt. Eine aktuelle repräsentative Insa-Umfrage im Auftrag der „Bild“-Zeitung ergibt, dass die CDU mit 28 Prozent der Stimmen die stärkste Kraft bleibt. Die Grünen erreichen 22 Prozent und verringern ihren Rückstand auf die CDU von acht Prozentpunkten Ende Januar (Umfrage für „Nius“) auf nun sechs Prozentpunkte. Im Oktober 2025 betrug der Abstand noch 14 Prozentpunkte (Umfrage für „Schwäbische Zeitung“).
Die AfD liegt mit 20 Prozent knapp hinter den Grünen, was das Rennen um den zweiten Platz spannend macht. Die SPD kommt auf 10 Prozent, die Linke auf 7 Prozent. Die FDP erzielt 6 Prozent und würde damit erneut in den Landtag einziehen. Eine Fortsetzung der Grün-Schwarz-Koalition gilt als wahrscheinlich.
Bei einem Podium des „Reutlinger General-Anzeigers“ in der Reutlinger Stadthalle traten die Spitzenkandidaten Cem Özdemir (Grüne), Manuel Hagel (CDU), Andreas Stoch (SPD), Hans-Ulrich Rülke (FDP) und Markus Frohnmaier (AfD) auf. Sie beschrieben, was sie nach einem Wahlsieg als Erstes tun würden. Hagel sagte: „Ich würde zuallererst Winfried Kretschmann zum Frühstück einladen und eine Übergabe machen.“ Özdemir ergänzte: „Ich würde zuerst Hagel anrufen und dann Stoch und Rülke. Und sagen, dass wir auch die Opposition brauchen.“
Alle Kandidaten betonten die Notwendigkeit, Bürokratie abzubauen und den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg zu stärken. Sie wiederholten größtenteils ihre bekannten Positionen.