Nan Rice, Gründerin der Dolphin Action and Protection Group, starb am 12. Januar 2026 in Kapstadt im Alter von 93 Jahren. Sie widmete über fünf Jahrzehnte der Schutz von Delfinen, Walen und anderen Meeressäugern. Ihr Aktivismus begann 1969 nach dem Zeugen einer grausamen Delfinfangaktion.
Nans Leidenschaft für den Meeresnaturschutz entzündete sich an einem Dezembermorgen 1969 in Hout Bay, wo sie etwa 200 Dunkle Delfine in einem Fischernetzwerk gefangen sah. Vier Delfine starben am Strand, und die Übrigen waren bei der Freilassung traumatisiert. Dieses Ereignis verwandelte sie, eine einfache Hausfrau und geschiedene Mutter von drei Söhnen, in eine Lobbyistin für den Delfinschutz. Innerhalb eines Monats erließ der Administrator der Kapprovinz eine Verordnung zum Schutz von Delfinen, und das Sea Fisheries Act von 1973 erweiterte den Schutz entlang der gesamten südafrikanischen und namibischen Küsten. nn1977 gründete sie die Non-Profit-Organisation Dolphin Action and Protection Group (DAPG) mit dem Motto „Dolphins should be free“. Die Gruppe erweiterte sich bald auf Wale. 1975 half Rice Nick Carter von der International Society for the Protection of Animals bei der Untersuchung des Piratenwal-Schiffs MV Sierra und deckte illegale Operationen auf. Die DAPG-Kampagne „Save the Whales“ 1979 führte zu Walfischschutzvorschriften 1980, die 1984 auf das ganze Jahr erweitert wurden. nnWeitere Erfolge umfassten das Verbot tödlicher Treibnetze 1989, den Schutz von Weißhaien 1991 und eine Kampagne 1992 gegen Plastikverschmutzung im Rahmen der MARPOL-Konvention. 1984 unterstützte sie die Save Antarctica-Initiative, und 2006 arbeitete sie am South African Whale Disentanglement Network für Rettungen mit. Rice setzte sich für die Euthanasie gestrandeter Wale ein und sagte 2009: „Man kann nicht sentimental sein, man muss ernst sein.“ nnSie erhielt Auszeichnungen wie Frau des Jahres 1989 und eine Goldmedaille 2006. Ein Streit 2014 über die Verwendung von Geldern für ihren Ruhestand belastete das DAPG-Exekutivteam und führte zur Auflösung 2022. Rice wird überlebt von Sohn Duncan und drei Enkelkindern. Eine Gedenkfeier ist für den 12. März 2026 geplant. nnWie Mike Meÿer von SAWDN bemerkte, war sie „eine wahre Pionierin im Kampf zum Schutz der verwundbarsten Säugetiere unserer Ozeane“, die Generationen durch Mitgefühl und Entschlossenheit inspirierte.