Am 1. Mai 2026 fielen die Strompreise auf der Börse in Deutschland auf minus 499 Euro pro Megawattstunde. Hohe Photovoltaik-Produktion traf auf geringe Nachfrage an einem Feiertag. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche plant Reformen zur Lösung.
Berlin. Der Mai begann mit extrem negativen Strompreisen. Am 1. Mai erreichten sie um die Mittagszeit für sechs aufeinanderfolgende Viertelstunden-Abschnitte den Wert von minus 499 Euro pro Megawattstunde. Eine hohe Photovoltaik-Stromproduktion traf auf die typischerweise geringe Nachfrage an einem Feiertag, wodurch die Preise ins Negative fielen.
Die Kosten tragen letztlich die Steuerzahler. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) plant eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), um Abhilfe zu schaffen.
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Betreiber kleinerer Photovoltaikanlagen auf Hausdächern keine staatlich garantierte Einspeisevergütung mehr erhalten. Stattdessen sollen sie den Strom selbst vermarkten, sogenannte Direktvermarktung.
Dies soll Anreize schaffen, die Vermarktung an Markterfordernisse anzupassen. Betreiber könnten Batteriespeicher nutzen, um Strom in Phasen hoher Nachfrage zu verkaufen. Bei negativen Preisen würden sie speichern, statt den Strom günstig abzugeben.