Der Zehnkämpfer Leo Neugebauer und die Biathletin Franziska Preuß wurden in Baden-Baden als Deutschlands Sportler des Jahres ausgezeichnet. Beide überzeugten mit herausragenden Leistungen in ihren Disziplinen. Die Basketball-Nationalmannschaft der Männer erhielt den Preis als Mannschaft des Jahres.
In einer feierlichen Zeremonie im Kurhaus von Baden-Baden wurden Leo Neugebauer und Franziska Preuß als Sportler des Jahres 2024 gekürt. Der 25-jährige Leichtathlet Neugebauer sicherte sich den Titel nach einem Silber bei den Olympischen Spielen in Paris und dem Weltmeistertitel im Zehnkampf in Tokio. Er folgt damit in die Fußstapfen von Niklas Kaul, der 2019 ähnlich geehrt wurde.
Franziska Preuß, 31 Jahre alt, gewann den Frauenpreis knapp vor der Rhythmischen Turnerin Darja Varfolomeev mit einem Vorsprung von nur 48 Punkten. Preuß dominierte den Biathlon-Gesamtweltcup und holte Gold in der Verfolgung bei der Weltmeisterschaft. Dritte Platzierte wurde die Schwimmerin Anna Elendt, die in Singapur den WM-Titel über 100 Meter Brust in deutscher Rekordzeit errang. Varfolomeev, letztjährige Siegerin, feierte im August fünf Goldmedaillen bei der WM.
Bei den Männern landete Schwimmer Florian Wellbrock auf Platz zwei dank vier Goldmedaillen im Freiwasser bei der Schwimm-WM in Singapur. Dritter wurde Radrennfahrer Florian Lipowitz, der bei der Tour de France den dritten Rang hinter Tadej Pogačar und Jonas Vingegaard belegte.
Die Basketball-Nationalmannschaft der Männer wurde als Mannschaft des Jahres ausgezeichnet, nach dem EM-Titel im September. Kapitän Andreas Obst freute sich: „Es ist schön, wieder hier oben zu stehen.“ Erstmals gab es eine Auszeichnung für eine Special-Olympics-Sportlerin: Shorttrackerin Sophie Dziadek, gelobt von Felix Neureuther. Die Gala gedachte auch der verstorbenen Biathletin Laura Dahlmeier.