Die deutsche Frauen-Handballnationalmannschaft hat bei der Handball-Weltmeisterschaft den zweiten Platz belegt. Im Finale unterlag das Team Norwegen, zog aber Millionen Zuschauer in den Bann. Der Erfolg katapultierte den Randsport kurzfristig ins Rampenlicht.
Die Handball-Weltmeisterschaft der Frauen endete mit einem bemerkenswerten Auftritt der deutschen Mannschaft. Normalerweise treten die DHB-Spielerinnen vor wenigen Hundert Zuschauern an, doch bei diesem Turnier schafften sie den Sprung ins Endspiel. Das Finale gegen Norwegen verfolgten fast sechs Millionen Menschen im Fernsehen bei ARD und ZDF. Jeder dritte Zuschauer am späten Sonntagnachmittag schaute die Live-Übertragung.
Am Montag trugen sich Spielerinnen wie Emily Vogel, Alina Grijseels und Viola Leuchter ins Goldene Buch der Stadt Dortmund ein. Namen wie diese, zuvor nur Insidern bekannt, wurden plötzlich allgegenwärtig in Büros und sozialen Medien. Besonders die Geschichte von Antje Döll fasziniert: Ihr Klub war im Sommer noch pleite, doch sie landete im Allstar-Team der WM.
Dieser kurze Moment des Ruhms unterstreicht die Faszination des Sports. Trotz üblicher Probleme wie Korruption oder Doping erhebt sich der Leistungssport immer wieder über seine Schattenseiten. Die Kolumne 'Haltungsnote' hebt solche Auftritte hervor und zeigt, warum Sport die Menschen trotz allem begeistert. In zwei Monaten werden die Namen vielleicht wieder in Vergessenheit geraten, doch die Erinnerung an diese Woche bleibt.