Neue Gebühr erhöht Kosten für Zwischenstopps am Flughafen Lima

Seit dem 7. Dezember müssen internationale Umsteiger am Flughafen Jorge Chávez in Lima eine neue Gebühr von 11,86 Dollar zahlen. Die Maßnahme betrifft besonders argentinische Reisende, die diesen Terminal als Hauptstopoverpunkt nutzen. Die Gebühr soll Flughafendienstleistungen abdecken, löst aber Kontroversen über ihren Einfluss auf die regionale Konnektivität aus.

Der Flughafen Jorge Chávez in Lima, Peru, hat ab dem 7. Dezember eine einheitliche Flughafennutzungsgebühr (TUUA) für internationale Transitpassagiere eingeführt. Diese Gebühr beläuft sich insgesamt auf 11,86 Dollar einschließlich 10,05 Dollar zuzüglich Steuern, ist nicht in den Ticketpreisen enthalten und muss direkt am Terminal gezahlt werden. Der Konzessionär Lima Airport Partners (LAP) gibt an, dass die Maßnahme Dienstleistungen wie Boardingbereiche, Sicherheit und betriebliche Unterstützung bei Umstiegen abdeckt, genehmigt vom Regulierer Ositrán im Rahmen des Konzessionsvertrags.

Für Inlandsverbindungen beträgt die Gebühr 6,32 Dollar, deren Erhebung ist jedoch vorläufig ausgesetzt, bis Verhandlungen abgeschlossen sind. Passagiere können über Online-Plattformen, QR-Codes, mobile POS-Geräte oder Vor-Ort-Module bezahlen. Es gibt Verwirrung: Wenn Flugsegmente zur selben Buchung gehören, gilt die TUUA; andernfalls mit separaten Tickets eine höhere Ausreisegebühr aus Peru.

Dies macht Lima zu einer Ausnahme in Lateinamerika, wo die meisten Flughäfen keine Gebühren für internationale Zwischenstopps erheben. São Paulo wendet beispielsweise einen niedrigeren Betrag an. Der Internationale Luftverkehrsverband (IATA) hat die Politik kritisiert und gewarnt, dass sie das Wachstum des Luftverkehrs von 9 % auf 3 % jährlich bis 2041 reduzieren könnte, was die Wettbewerbsfähigkeit des regionalen Hubs schadet.

Der Effekt ist für Argentinier erheblich: Etwa 70 % der Flüge aus Argentinien in Drittländer machen in Lima Halt, was für Hin- und Rückflüge bis zu 25,34 Dollar hinzufügt. Die Gebühr ist nun in Kraft und entfacht erneut Debatten über Flughafenkosten und regionale Konnektivität.

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