Präsident Gustavo Petro hat das Vorschlag des Verkehrsministeriums unterstützt, Fluggesellschaften sollten die Ticketpreise während der Jahresendzeit selbst regulieren. Ministerin María Fernanda Rojas forderte die Aeronáutica Civil auf, dies angesichts der erwarteten hohen Nachfrage durchzusetzen. Iata-Managerin für Kolumbien Paola Bernal schreibt jedoch hohe Preise hohen Steuern und Gebühren zu.
Am 29. Dezember 2025 hat Präsident Gustavo Petro öffentlich die Initiative des Verkehrsministeriums unterstützt, Flugticketpreise in Kolumbien zu regulieren, mit Fokus auf die Jahresendzeit. Dies geschah nach der Aufforderung der Ministerin María Fernanda Rojas an die Aeronáutica Civil, Fluggesellschaften zur Selbstregulierung zu verpflichten und unverhältnismäßige Erhöhungen zu vermeiden. „Das Schlüsselwort, um Preise zu senken, lautet: Demokratisierung der Slots“, schrieb Petro in seinem X-Account und betonte die Notwendigkeit mehr Flughafenschlitze, neuer Touristenflughäfen und stärkerer Konkurrenz durch lokale und internationale Fluggesellschaften, um Kolumbien mit allen fünf Kontinenten zu verbinden.
Petro warnte, dass die Konzentration von Slots bei wenigen Airlines zu monopolistischen Praktiken führen könnte, die die Kosten für Passagiere ungerechtfertigt in die Höhe treiben. Als strukturelle Lösung schlug er vor, die Konkurrenz zu steigern, mehr Airlines zuzulassen und Satena als staatliches Unternehmen zu stärken. Offizielle Prognosen gehen von über 3,2 Millionen Passagieren vom 19. Dezember 2025 bis 5. Januar 2026 aus, davon fast zwei Millionen auf Inlandsflügen und 1,2 Millionen auf internationalen Flügen.
Rojas kritisierte Preise, bei denen ein Ticket nach Cartagena so teuer ist wie eines nach Miami, und wies darauf hin, dass Airlines staatliche Vorteile erhalten, die zu angemessenen Tarifen führen sollten. Sie erklärte, die Regierung werde diejenigen unterstützen, die sich an die Selbstregulierung halten und Preisobergrenzen respektieren.
Paola Bernal, Iata-Managerin für Kolumbien, erklärte derweil, dass seit 2012 die Abschaffung von Mindest- und Höchsttarifen die Konkurrenz angekurbelt und die Basistarife um mehr als 3 % für Inlands- und internationale Flüge gesenkt habe. Steuern und Gebühren seien jedoch stark gestiegen: Sie machen 30 % der nationalen Tickets und über 50 % der internationalen aus, mehr als den globalen Durchschnitt. „Der Luftverkehr ist der einzige öffentliche Verkehrsdienst in Kolumbien, der 19 % MwSt. zahlt, nicht nur auf das Ticket, sondern auch auf Flugkraftstoff“, betonte Bernal. Sie empfahl, die Tarifsfreiheit beizubehalten und das Steuerschema zu überprüfen, da 75 % der Verbraucher zu niedrigen Einkommensschichten gehören. Günstigere Preise auf digitalen Plattformen seien auf Strategien früher Buchungen zur Auslastung der Flüge zurückzuführen.