Das Büro des Generalstaatsanwalts Kolumbiens hat Anklagen gegen drei Beamte des Justizministeriums wegen mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten in einem Vertrag im Wert von über 2,18 Milliarden Pesos für die Lieferung von Flugtickets erhoben. Die Anklagen beziehen sich auf die Vergabe des Vertrags an einen Bieter ohne erforderliche Erfahrung und mit künstlich niedrigen Preisen. Zahlungen wurden trotz des Ausbleibens der Anwendung eines zugesagten Rabatts von 12,50 % genehmigt.
Das Büro des Generalstaatsanwalts Kolumbiens hat über seine Zweite Abteilung für staatliche Vertragsvergabe eine Untersuchung wegen Unregelmäßigkeiten im Auswahlverfahren von 2023 für die Lieferung von Flugtickets an das Justizministerium und für das Recht eingeleitet. Der Vertrag im Wert von über 2,18 Milliarden Pesos wurde unter der Aufsicht von Helén Ortiz Carvajal, der damaligen Generalsekretärin, vergeben. Das Büro wirft ihr vor, die Nichterfüllung der Mindesterfahrungsanforderungen des Auftragnehmers gemäß den Ausschreibungsbedingungen sowie die Abgabe künstlich niedriger Preise ignoriert zu haben. Andrés Vergara Ballén, Koordinator der Gruppe für Finanz- und Rechnungswesen sowie Mitglied des Bewertungsausschusses, wird ebenfalls angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, den Bieter technisch zu qualifiziert, dessen Vergabe technisch und finanziell empfohlen sowie eine Zahlung während der Vertragsausführung genehmigt zu haben, trotz der festgestellten Mängel und des Ausbleibens der Anwendung des 12,50-%-Rabatts auf den Nettotarif durch den Auftragnehmer. Derly González Ariza, eine weitere Vertragsaufsicht, unterzeichnete Zahlungsfreigaben von Februar bis November 2024, obwohl der Auftragnehmer den im Auktionsverfahren festgelegten Rabatt nicht umgesetzt hatte. Die Handlungen der Beamten wurden vorläufig als sehr schwerwiegend aufgrund grober Fahrlässigkeit eingestuft. Dieser Schritt des Büros des Generalstaatsanwalts zielt darauf ab, die Transparenz in staatlichen Vergabeverfahren zu wahren und die Notwendigkeit der Überprüfung der Einhaltung der Anforderungen bei öffentlichen Ausschreibungen zu unterstreichen.