Neuer Wehrdienst: Frauen zeigen wenig Interesse an Fragebogen

Seit dem 1. Januar 2024 erhalten 18-Jährige in Deutschland einen QR-Code zu einem Fragebogen der Bundeswehr zum neuen Wehrdienst. Bisher haben rund 25 Prozent der Betroffenen geantwortet, wobei Männer mit etwa 50 Prozent deutlich häufiger teilnehmen als Frauen mit nur 6 Prozent. Die Rücklaufquote stammt aus Angaben des Verteidigungsministeriums.

Der neue Wehrdienst in Deutschland ist zunächst freiwillig und zielt darauf ab, die Zahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten von derzeit etwa 184.000 bis 2035 auf 255.000 bis 270.000 zu steigern. Junge Menschen, die 2008 geboren wurden – knapp 700.000 an der Zahl –, erhalten im Alter von 18 Jahren einen QR-Code. Dieser führt zu einem Fragebogen, der ihre Eignung und Bereitschaft für einen Dienst bei der Bundeswehr erfragt. Geeignete und Bereite werden zu einer Musterung eingeladen. Ab 2027 sollen alle jungen Männer gemustert werden.

Laut Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) aus Koalitionskreisen liegt der Gesamtrücklauf der Fragebögen bei rund 25 Prozent. Männer, die verpflichtet sind zu antworten, haben dies zu etwa 50 Prozent getan, während Frauen, die nicht antworten müssen, nur zu 6 Prozent reagiert haben. Die Frist für männliche 18-Jährige beträgt vier Wochen. Das Verteidigungsministerium hat auf Anfragen zunächst nicht reagiert.

Anfang Februar 2024 teilte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit, dass rund 40.000 Fragebögen versendet worden seien. Er erklärte, dass Rückschlüsse auf die Bereitschaft junger Menschen erst in zwei bis drei Monaten möglich seien. Pistorius äußerte Zuversicht, auf eine allgemeine Wehrpflicht verzichten zu können. Viele Experten und Verteidigungspolitiker der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag bezweifeln dies jedoch. Sollten nicht genügend Freiwillige gefunden werden, behält sich die schwarz-rote Koalition die Wiedereinführung der Wehrpflicht vor.

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