Pedro Nel Ospina schlägt Gesetze vor, um Informalität in Kolumbien zu integrieren

Pedro Nel Ospina argumentiert in einer Analyse, die in La República veröffentlicht wurde, dass Kolumbien Gesetze braucht, die besser mit der Realität verbunden sind, um die Informalität zu reduzieren. Er schlägt vor, Menschen und Unternehmen außerhalb des formellen Systems durch flexiblere Regeln bei Steuern, Arbeit und Verfahren zu integrieren. Seine legislative Agenda konzentriert sich auf drei Säulen zur Förderung inklusiven Wachstums.

In seinem Artikel mit dem Titel 'Integrar para crecer: leyes que funcionen en la Colombia real' beschreibt Pedro Nel Ospina die Kluft zwischen einem formellen Sektor, der Steuern deklariert und zahlt, und einem informellen Sektor, der aufgrund hoher Fixkosten und staatlicher Vorschriften, die von der Realität abgekoppelt sind, außerhalb des Systems operiert. Er stellt fest, dass die derzeitige Formalisierung für kleine Unternehmen mehr Verfahren und Kosten mit sich bringt und für Arbeitnehmer mit variablen Einkommen oder Teilzeitplänen unerreichbar wird, was niedrige Produktivität, eingeschränkten Kreditzugang und wachsende Ungleichheit perpetuiert.  nnOspina schlägt das Konzept „Integrar para crecer“ in zwei Dimensionen vor: die Ausgeschlossenen in die wirtschaftliche Entwicklung einzubeziehen und Steuer-, Arbeits-, Sozialversicherungs- und Genehmigungsregelungen so zu integrieren, dass Widersprüche und Doppelungen vermieden werden. Er argumentiert, dass Formalisierung den Zugang zu Krediten, Märkten und Schutz erleichtern sollte, anstatt als Barriere zu wirken.  nnSeine legislative Agenda basiert auf drei Säulen. Erstens die Angleichung der Wettbewerbsbedingungen für Mikrounternehmen und KMU durch Steuern auf Basis realer Gewinne – keine Steuer bei keinem Gewinn – und volle Absetzbarkeit von Lohnkosten, um formelle Beschäftigung zu fördern. Zweitens die Anpassung der Arbeitsgesetzgebung an die vielfältige Wirtschaft Kolumbiens, einschließlich stundenbasierter Verträge mit proportionalen Sozialversicherungsbeiträgen (für 10, 20 oder 30 gearbeitete Stunden) sowie Registrierungs- und Rückverfolgbarkeitsmechanismen zur Verhinderung von Missbräuchen, bei gleichzeitiger Erhaltung von Flexibilität und Rechten. Drittens die Vereinfachung von Verfahren durch kostenlose Genehmigungen und Lizenzen, ein einheitliches digitales Portal und Kreditwege für die Entwicklung, um informelle Darlehen wie „gota a gota“ zu ersetzen.  nnOspina, der Erfahrung in Institutionen wie DIAN, dem nationalen Haushalt und Colpensiones mitbringt, betont, dass die Verknüpfung von Systemen und Regeln konkrete Vorteile für die Bürger bringt. In Bogotá etwa würden diese Maßnahmen Unternehmen ermöglichen, zu investieren und einzustellen, und Arbeitnehmern, echte soziale Absicherung aufzubauen. Er schließt daraus, dass mit guter Verwaltung, Transparenz und politischer Kontrolle die öffentlichen Mittel ausreichen, um Kolumbien zum Laufen zu bringen.

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