Ein neuer Bericht des National Syndemic Diseases Control Council (NSDCC) zeigt, dass fast 98.000 Kenianer mit HIV leben, ohne es zu wissen.
Der in der vergangenen Woche veröffentlichte Bericht gibt an, dass von den 1,48 Millionen HIV-Infizierten im Land 93 Prozent durch Tests bestätigt wurden. Dies bedeutet, dass etwa 98.000 Menschen undiagnostiziert bleiben und ihren normalen Aktivitäten weiterhin nachgehen.
Dem Bericht zufolge sind die undiagnostizierten Personen die Hauptquelle für Neuinfektionen. Landkreise wie Marsabit, Wajir, Mandera, Garissa und Samburu weisen aufgrund ihrer abgelegenen Lage und der damit verbundenen Stigmatisierung eine hohe Anzahl an Personen auf, die sich ihres Status nicht bewusst sind.
Bei Kindern ist die Situation gravierender. Mehr als die Hälfte der unter fünfjährigen Kinder mit HIV erhält keine antiretrovirale Therapie (ART). Der Bericht hält fest, dass eine Person, die ihren HIV-Status nicht kennt, weder eine Behandlung beginnen noch ihre Partner schützen kann.