Nach den Massenrücktritten am Montag, die San Lorenzo de Almagro in ein Führungsvakuum stürzten, wurde Präsident Marcelo Moretti wegen betrügerischer Verwaltung in einem Korruptionsfall gerichtlich verfolgt, der eine Bestechung von 25.000 $ zum Unterzeichnen eines Nachwuchsspielers betrifft und eine Versammlung für Neuwahlen auslöst.
Die institutionelle Krise bei San Lorenzo de Almagro verschärfte sich, als Richterin Laura Bruniard Klubpräsident Marcelo Moretti wegen betrügerischer Verwaltung anklagte, auf Antrag der Staatsanwältin Mónica Cuñarro. Der Fall dreht sich um eine mutmaßliche Bestechung von 25.000 $ im Zusammenhang mit der Unterzeichnung eines Nachwuchsspielers für die unteren Ligen des Klubs. Moretti, der auf freiem Fuß bleibt, steht nun unter Pfändung von 38 Millionen Pesos und Ausreiseverbot.
Die Untersuchung ging von einer Anzeige des Oppositionsführers und Anwalts César Francis aus, gestützt durch einen AFA-Bericht, der die Unterzeichnung bestätigt. Die Mutter des Spielers sagte aus, die Zahlung sei ein „Scherz“ gewesen, und versuchte, Moretti zu entlasten, doch die Richterin urteilte, er habe seine Pflichten verletzt, indem er persönliche Vorteile priorisierte und Klubmittel veruntreute.
Jurisdiktionsstreitigkeiten prägten die Ermittlung: Staatsanwalt Maximiliano Vence verfolgte sie zunächst vor einem Bundesgericht auf Basis versteckter Kamerabilder aus einer TV-Sendung, doch die Siebte Kammer des nationalen Berufungsgerichts wies sie an Bruniards Gericht zu. Moretti lehnte eine Aussage per Zoom am 25. November ab.
Diese gerichtliche Maßnahme folgt auf den Rücktritt von 14 Vorstandsmitgliedern am 16. Dezember – der das Führungsvakuum nach Klubstatuten schuf – und Morettis anschließender Absetzung. Die Präsidentschaft der Versammlung der Vertreter hat eine außerordentliche Sitzung für eine Neuwahlberufung einberufen. Morettis Verteidigung unter Gastón Marano legt Berufung ein und spricht von politischem Druck und ungelöster Zuständigkeit.
Das Chaos verschärft die Herausforderungen von San Lorenzo bei Vertragsabschlüssen und Zahlungsabwicklungen.