Die Strafkammer hat die Verfahren gegen Matías Morla und die Schwestern Ana und Rita Maradona im Fall der mutmaßlich illegalen Aneignung der Marken des verstorbenen Fußballers Diego Armando Maradona bestätigt. Das Urteil wies die Einsprüche der Verteidigung zurück und weist auf Unregelmäßigkeiten bei Sattvica S.A. hin. Dalma Maradona äußerte Schmerz darüber, ihre Tanten auf der anderen Seite des Verfahrens zu sehen.
Die 7. Kammer des nationalen Berufungsgerichts in Straf- und Korrektionssachen bestätigte die Verfahren, die Mitte September gegen Matías Morla, seinen Schwager Maximiliano Pomargo, die Notarin Sandra Iampolsky, Sergio Garmendia und die Schwestern Ana und Rita Maradona eröffnet wurden. Das 25-seitige Urteil, unterzeichnet von den Richtern Juan Esteban Cicciaro, Rodolfo Pociello Argerich und Ricardo Matías Pinto, wies die Verteidigungsargumente wegen fehlender Beweise und Aktenmängel zurück.
Die Richter stuften Sattvica S.A., die bis September 2022 von Morla geleitet wurde, als "Scheinfirma" ohne wirtschaftliche Aktivität ein, gemäß Berichten der Generalinspektion der Justiz. Im Februar 2021 wiesen die Gerichte Morla an, Maradonas Bildrechte an seine Erben zu übertragen, doch die Unternehmen wurden an Claudia und Rita Maradona abgetreten. Pomargo war stellvertretender Direktor und trat nach Morlas Ausscheiden zurück.
Morla, Pomargo und Garmendia werden als Mittäter von Betrug und betrügerischer Verwaltung angeklagt, Ana, Rita und Iampolsky als notwendige Teilnehmerinnen. Das Gericht lehnte die Annahme ab, dass Maradona seine Schwestern seinen Töchtern gegenüber bevorzugen wollte, da dies dem Erbrecht widerspricht: Dalma, Gianinna, Jana, Diego Maradona Junior und Dieguito Fernando behalten ihren gesetzlichen Erbanteil.
Die Ermittlungen gingen von einer Anzeige von Dalma und Gianinna Maradona aus, um die unzulässige Nutzung der kommerziellen Rechte des "Zehns" zu klären. Dalma sagte: "Es tut weh, sie auf der anderen Seite zu sehen." Die Justiz ordnete zudem Pfändungen im Verfahren an.