Arbeitsminister Antonio Sanguino wies eine an die Procuraduría übermittelte Warnung bezüglich der möglichen Gründung einer Gewerkschaft im Landwirtschaftsministerium zurück.
Indalecio Dangond Baquero, ein Analyst im Agrarsektor und Geschäftsmann aus dem Umfeld des gewählten Präsidenten Abelardo De La Espriella, informierte die Generalstaatsanwaltschaft (Procuraduría General de la Nación) über die Förderung einer Gewerkschaft, an der festangestelltes Personal und Auftragnehmer im Landwirtschaftsministerium beteiligt seien.
Dangond forderte eine sofortige Untersuchung sowie disziplinarische Sanktionen gegen Ministerin Martha Carvajalino. Sanguino reagierte über den sozialen Mediendienst X und bezeichnete die Nachricht als schwerwiegend und gewerkschaftsfeindlich.
Der Minister erinnerte daran, dass die Bildung einer Gewerkschaft ein durch Artikel 39 der Verfassung und das IAO-Übereinkommen 87 geschütztes Menschenrecht sei. Er erklärte, dass Gewerkschaftsarbeit kein Verbrechen, sondern gelebte Arbeitsdemokratie darstelle.