Das Plenum des Senats hat ein Gesetzesvorhaben verabschiedet, das die Betreuung und den Schutz älterer Menschen angesichts zunehmender Armut und Übergriffe auf diese Bevölkerungsgruppe stärken soll. Die von Senatorin Karina Espinosa eingebrachte Initiative reformiert die Verwaltung staatlicher Mittel und verschärft die Strafen bei Vernachlässigung. Ziel ist es, Ressourcen wie den Sozialgutschein für Senioren zu optimieren.
Senatorin Karina Espinosa setzte sich maßgeblich für den Gesetzentwurf ein und erklärte: „Es schmerzt uns, die Situation der älteren Bevölkerung zu sehen, das Verlassenwerden, dem sie oft ausgesetzt sind, und die Gleichgültigkeit, die sie seit Jahren ertragen müssen. Unsere älteren Mitbürger verdienen mehr Fürsorge, mehr Würde und echte Antworten. Dieses Gesetz ist für sie da, damit die Ressourcen dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden, und damit sie sich geschützter und besser versorgt fühlen“.
Der Vorschlag präzisiert die Erhebung und Verwendung der „estampilla para el bienestar del adulto mayor“ (Wohlfahrtsmarke für ältere Erwachsene), die unter strengeren Richtlinien von den Kommunalverwaltungen verwaltet wird. Die Mittel sollen Senioreneinrichtungen in ländlichen und halbstädtischen Gebieten unterstützen und Wohnraum, Ernährung, produktive Aktivitäten sowie Erholung bieten.
Strafrechtlich werden die Konsequenzen für Vernachlässigung, Missbrauch und Nachlässigkeit verschärft. Das Aussetzen älterer Menschen wird mit Freiheitsstrafen von vier bis acht Jahren sowie Geldstrafen geahndet, wobei bei Fällen häuslicher Gewalt strengere Maßnahmen gelten.
Verwaltungstechnisch erhalten Gouverneure und Bürgermeister eine erhöhte Verantwortung für die Haushaltsausführung und müssen Rechenschaft über die finanzierten Programme ablegen. Die Deckung wird auf Personen ausgeweitet, die von absoluter Armut, Vernachlässigung, Naturkatastrophen oder Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit betroffen sind.