Der chilenische Senat hat am Mittwoch mit 34 Ja-Stimmen, sechs Nein-Stimmen und einer Enthaltung den Gesetzentwurf für ein Denkmal des ehemaligen Präsidenten Sebastián Piñera auf der Plaza de la Ciudadanía verabschiedet. Die Maßnahme, die bereits von der Abgeordnetenkammer gebilligt wurde, wird durch öffentliche Sammlungen und Spenden finanziert, die von seiner Familienstiftung koordiniert werden. Die Debatte war geprägt von Würdigungen seiner Laufbahn sowie Spannungen im Zusammenhang mit den sozialen Unruhen von 2019.
Der chilenische Senat gab am Mittwoch grünes Licht für den Gesetzentwurf zur Errichtung eines Denkmals für den ehemaligen Präsidenten Sebastián Piñera, der 2024 bei einem Hubschrauberabsturz im Lago Ranco ums Leben kam. Die Abstimmung ergab 34 Stimmen dafür, sechs dagegen und eine Enthaltung, nachdem das Vorhaben zuvor bereits die Abgeordnetenkammer passiert hatte.
Der Standort wurde auf Wunsch der Familie Piñera Echeñique auf die Plaza de la Ciudadanía direkt vor den Regierungssitz La Moneda verlegt, wo bereits Denkmäler für Patricio Aylwin und Arturo Alessandri Palma stehen. Die Finanzierung erfolgt durch öffentliche Sammlungen, Spenden und private Zuwendungen, die von der Fundación Presidente Sebastián Piñera Echeñique verwaltet werden. Eine aus Vertretern verschiedener Institutionen bestehende Exekutivkommission wird das Projekt beaufsichtigen; überschüssige Mittel fließen in Publikationen über sein Vermächtnis.
Senatoren aller politischen Lager würdigten während der Debatte seine Laufbahn. Senatorin Andrea Balladares (RN) zählte ihn zu den großen Präsidenten Chiles, während Luciano Cruz-Coke (Evópoli) seinen demokratischen Charakter hervorhob. Fidel Espinoza (PS) unterstützte das Vorhaben trotz bestehender Differenzen unter Verweis auf die institutionelle Legitimität.
Dennoch gab es Spannungen. Claudia Pascual (PC) stellte den Zeitpunkt der Ehrung in Frage und verwies auf die Menschenrechtsverletzungen von 2019. Fabiola Campillai kritisierte Piñeras Entscheidungen während der Proteste, worauf Rodolfo Carter konterte und den Vorwurf der Mittäterschaft bei Übergriffen zurückwies.