Der argentinische Senat hat vorläufigige Zustimmung zu Änderungen am Gletschergesetz gegeben, das Abkommen zwischen der EU und Mercosur ratifiziert und Fernando Iglesias als Botschafter in Belgien und bei der EU bestätigt. Diese Genehmigungen, die in einer angespannten Sitzung am 26. Februar 2026 erreicht wurden, stellen einen Sieg für die Regierung von Javier Milei dar. Der Präsident feierte das Ergebnis mit einem Beitrag in sozialen Medien.
In der Senatssitzung am 26. Februar 2026 nutzte die Regierungspartei die Spaltungen innerhalb des Peronismus, um drei zentrale Initiativen durchzubringen. Zuerst wurde das Assoziierungsabkommen zwischen Mercosur und der EU mit breiter Unterstützung ratifiziert, wodurch Argentinien das erste Land wurde, das es per Dekret von Präsident Javier Milei verkündete, so Außenminister Pablo Quirno. Allerdings ratifizierte Uruguay es am selben Tag gesetzgeberisch einstimmig, wie Berichte melden. ⏎ ⏎Die Änderung am Gletschergesetz verabschiedete sich mit 40 Ja-Stimmen, 31 Nein-Stimmen und einer Enthaltung und geht nun an die Abgeordnetenkammer. Senatorin Patricia Bullrich verteidigte das Gesetz: „Schützen bedeutet nicht verbieten.“ Im Gegensatz dazu kritisierte Senatorin Anabel Fernández Sagasti: „Wenn wir die Ausbeutung eines Gletschers erlauben, verschwindet dieser Gletscher.“ Andere Oppositionelle wie Senator Maximiliano Abad warnten vor möglicher Verfassungswidrigkeit. ⏎ ⏎Zusätzlich wurde die Ernennung von Fernando Iglesias zum Botschafter mit 38 Ja-Stimmen, 31 Nein-Stimmen und einer Enthaltung genehmigt, trotz Kritik an seiner Eignung von Senatoren wie José María Carambia, der ihn „arrogant und eingebildet“ nannte. ⏎ ⏎Bei der Sitzung gab es Proteste von Greenpeace, bei denen 12 Aktivisten festgenommen und ein Kameramann durch Pfefferspray verletzt wurde, was zu einer Gerichtsverfügung zur Freilassung und einer polizeilichen Untersuchung führte. Milei reagierte auf X: „3-0, VLLC“, bezogen auf die drei Genehmigungen. Die Regierung hob die wirtschaftliche Auswirkung des EU-Mercosur-Abkommens hervor, das ein Wachstum der argentinischen Exporte um bis zu 122 Prozent in zehn Jahren prognostiziert. ⏎ ⏎Organisationen der Zivilgesellschaft haben das Europäische Parlament vor einem potenziellen Umwelt-Rückschritt im Gletschergesetz gewarnt, das mit internationalen Verpflichtungen unvereinbar sei.