Der Nationale Dienst für Geologie und Bergbau (Sernageomin) hat auf Beobachtungen des Regionalbüros des Rechnungshofs von La Araucanía zu Mängeln bei der Überwachung des Villarrica-Vulkans reagiert und versichert, dass die Überwachung und Warnungen nicht beeinträchtigt sind. Die Behörde hebt hervor, dass der Vulkan über 30 operative Teams und ein Online-Netzwerk für Echtzeitdaten verfügt. Der Rechnungshof identifizierte 597 ungenutzte Teams und veraltete Notfallpläne.
Das Regionalbüro des Rechnungshofs von La Araucanía veröffentlichte den Endbericht Nr. 408 und stellte Mängel im Vulkanologischen Observatorium der Südanden (OVDAS) unter Sernageomin fest. Wichtige Erkenntnisse umfassten 597 ungenutzte Überwachungsteams in einem Lager in Temuco, darunter kritische Instrumente zur Erkennung von Oberflächenverformungen am Vulkan, einige vor über 12 Jahren angeschafft. „Diese Situation impliziert eine schwache Verwaltung öffentlicher Ressourcen sowie ein Risiko des Vermögensverlusts und technologischer Obsoleszenz, was die präventive Kapazität in Notfällen beeinträchtigt“, hieß es im Rechnungshof. Der Bericht wies auch darauf hin, dass über 15.000 Gebäude in hochvulkanisch gefährdeten Zonen den städtebaulichen Vorschriften nicht entsprechen. Im ländlichen Sektor Chaillupén fehlt 491 Gebäuden die Abdeckung durch Warnungen des Systems für Notfallalarme (SAE), davon 130 in hochgefährdeten Bereichen. Unregelmäßigkeiten in Evakuierungsplänen wurden festgestellt, einschließlich eines Temporären Treffpunkts (PET) in einem Lavar- und Lahar-Risikogebiet, fehlender Beschilderung an fünf Stellen und physischer Barrieren an fünf weiteren. Sernageomin wies diese Kritik zurück und erklärte, dass der Villarrica-Vulkan, als chilenischer Vulkan mit dem höchsten Risiko eingestuft, das höchste Instrumentierungslevel des Landes aufweist. „Der Villarrica-Vulkan... ist der Vulkan mit dem höchsten Instrumentierungsgrad unter allen derzeit überwacherten Systemen im Land“, hieß es detailliert. Das Netzwerk umfasst über 30 operative seismische, geodätische und geochemische Teams mit kontinuierlicher Datenübertragung und 24/7-Satellitenanalyse. Bezüglich der gelagerten Ausrüstung sind 85 % kritische Ersatzteile oder für Wartungszwecke, und unter 15 % sind nicht-primäre ergänzende Sensoren. „Die technische Überwachungskapazität und die Ausgabe früher Warnungen sind nicht, noch waren sie, beeinträchtigt“. Der Rechnungshof leitete eine Reparaturmaßnahme für 5,55 UF und 42.846.991 $ wegen Unregelmäßigkeiten bei Überwachungsverträgen ein und forderte disziplinarische Verfahren. Sernageomin kündigte einen Modernisierungsprozess für 2026 an. Aktualisierungen der Notfallpläne und verbesserte Warnabdeckung werden gefordert.