Skifahrer meistern furchterregende Stelvio im olympischen Herrenabfahrt

Die Herrenabfahrt bei den Olympischen Winterspielen 2026 wird die weltbesten Alpinski-Fahrer auf der anspruchsvollen Stelvio-Strecke in Bormio, Italien, am Samstag auf die Probe stellen. Bekannt für eisige Bedingungen und steile Abstürze, verlangt die Piste Mut und Präzision inmitten kürzlicher Trainingsverletzungen. Favoriten wie der Schweizer Marco Odermatt bereiten sich auf ein Rennen vor, das als 'Kampf ums Überleben' beschrieben wird.

Die Stelvio-Strecke, die über Bormio in den italienischen Alpen aufragt, gilt als die anspruchsvollste auf dem Herren-Weltcup-Kreislauf. Mit 3.442 Metern Länge und einem Höhenunterschied von 1.023 Metern dauert das Rennen normalerweise unter zwei Minuten, mit Geschwindigkeiten bis 87 mph (140 km/h), während die Fahrer schwingende Kurven, gefrorene Buckel und den modifizierten San-Pietro-Sprung meistern, der die Skifahrer bis zu 45 Meter in die Luft katapultiert. Der französische Skifahrer Leo Ducros verglich die schattige, eisige Piste mit 'einer Mischung aus Wolverine und Batman' und nannte sie 'fast mystisch' mit einer Oberfläche 'hart wie Wolverines Klauen'. Er fügte hinzu: 'Nichts kann dich auf Stelvio vorbereiten', und betonte die Notwendigkeit, sich 'zu committen, voll reinzugehen!', nachdem er sie erstmals im Dezember 2024 gefahren war. Marco Odermatt, der führende Herren-Alpinist der Ära, beschrieb das Fahren dort einst als 'Kampf ums Überleben'. Das Training hat die Risiken beleuchtet. Am Mittwoch luxierte Fredrik Møller die Schulter und wurde per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen, was seine Teilnahme gefährdet. Donnerstag erlitt der Österreicher Daniel Hemetsberger ein geschwollenes Auge und eine blutige Nase nach einem Zusammenstoß mit dem Sicherheitsnetz. Der Amerikaner Ryan Cochran-Siegle fuhr am Tag die schnellste Trainingzeit von 1:56,08 und merkte an, dass der Schnee 'variabel' war, sich aber in der Sonne verbesserte. Nils Allègre aus Frankreich, der Stelvio siebenmal gefahren ist, warnte: 'Es gibt keine Auszeit', und betonte die mentale Vorbereitung: 'Das Wichtigste ist, mit der richtigen Einstellung zu starten... Du musst mutig sein, technisch sehr gut, physisch stark und ein bisschen verrückt!' Er erinnerte sich an seinen Sturz 2021 bei 87 mph, der Stress brachte, aber unterstrich, dass 'Stress wichtig' für Höchstleistungen ist. Allègre erklärte, wie die Bedingungen sich von den Dezember-Weltcup-Rennen unterscheiden, mit besserem Licht am Wochenende, das die Sichtbarkeit verbessert, obwohl modernes Equipment die Geschwindigkeitsgrenzen herausfordert. Ein früherer Vorfall unterstreicht die Gefahren: Bei der Training 2024 erlitt Teamkollege Cyprien Sarrazin eine Hirnblutung, die eine Operation erforderte, eine von drei Klinikeinlieferungen an diesem Wochenende. Der norwegische Trainer Fabien Mazuir nannte die Strecke 'ersausend' und sagte: 'Wenn alle sicher nach Hause kommen, ist der Job erledigt.' Drei Trainingseinheiten und eine Renninspektion helfen den Athleten, sich anzupassen, aber Stelvio bestraft Zögern.

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