Der 27-jährige schwedische Staatsbürger Makaveli Lindén aus Uppsala ist in Belgien wegen des Mordes an einer 58-jährigen Frau im Jahr 2018 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Urteil steht im Widerspruch zu einem norwegischen Urteilsspruch aus dem Jahr 2020, der ihn für einen anderen Mord in die psychiatrische Versorgung einwies. Das belgische Gericht kam zu dem Schluss, dass er eine psychische Erkrankung vorgetäuscht hatte.
Makaveli Lindén wurde am 30. April 2026 in Belgien wegen des Mordes an einer 58-jährigen Frau in deren Zuhause verurteilt. Das Opfer wurde mit rund 40 Messerstichen getötet, wobei Anzeichen einer vorangegangenen Strangulation vorlagen. Zuvor hatte Lindén im selben Jahr, 2018, den 24-jährigen Heikki Bjørklund Paltto in Oslo mit etwa 45 Messerstichen ermordet.
Im Jahr 2020 stufte das Bezirksgericht Oslo Lindén als psychisch krank ein und verurteilte ihn zur psychiatrischen Behandlung. Das belgische Gericht wies dies zurück und erklärte, er habe die psychische Erkrankung nur vorgetäuscht. Die Auslieferung von Norwegen nach Belgien wurde 2019 beantragt, erfolgte jedoch erst im Jahr 2022.
Die Mutter von Heikki Bjørklund Paltto hatte ihre Trauer zuvor gegenüber Dagbladet geäußert. „Heikki war ein lieber Junge. Er hätte vielleicht eine Fliege erschlagen, aber das ist wohl das Schlimmste, was er je getan hat“, sagte sie. Sie erfuhr vom Tod ihres Sohnes auf der Rückreise aus Dänemark und beschrieb die Tat als willkürlich.