Tim Cohens neues Buch Leon Louw: A Legacy of Solutions wirft Licht auf das Leben und die Ideen des Gründers der Free Market Foundation. Es hebt Louws Übergang vom Kommunismus zur Befürwortung freier Märkte sowie seine Beiträge zu Südafrikas Anti-Apartheid-Bemühungen und Verfassung hervor. Die Biografie betont Louws Politikvorschläge zu Themen wie Straßensperren, Landbesitz und persönlichen Freiheiten.
Leon Louw gründete 1973 die Free Market Foundation und leitete sie fünf Jahrzehnte lang bis zu einem streitigen Abschied. Vor seiner Umarmung freier Märkte war Louw Kommunist gewesen, ein Wandel, ausgelöst durch den Zeugenbericht über die Polizeitötung eines Straßenhändlers in Johannesburg in den 1960er Jahren. Diese Erfahrung machte ihn zum Kämpfer für die Rechte von Straßenhändlern und breitere wirtschaftliche Freiheiten. ¶n¶nDas Buch beschreibt Louws übersehene Rolle in der Anti-Apartheid-Bewegung und seine Beiträge zur Erarbeitung Südafrikas progressiver Verfassung. Cohen porträtiert Louw als Figur, deren Ideen das politische Spektrum überspannten und Politik beeinflussten, ohne parteipolitische Bindung während seiner FMF-Zeit. ¶n¶nEin zentraler Vorschlag ist die Abschaffung polizeilicher Straßensperren in Südafrika. Louw argumentiert, sie seien nach dem Traffic Act unrechtmäßig, kostspielig, bestechungsanfällig und schufen Verkehrsrisiken, indem sie Fahrer verzögerten, die dann beschleunigten, um die Zeit aufzuholen. Wie Cohen schreibt: „These (road blocks), Louw argues, are a theatre of futility – unlawful under the Traffic Act, costly, bribery-prone, and a road hazard in themselves. They delay drivers, who then speed recklessly to make up lost time.“ Louw wurde an solchen Sperren verhaftet, weil er ohne Haftbefehl seinen Führerschein verweigerte. ¶n¶nZu Landfragen widerlegt Louw die Erzählung von keinem Wandel seit 1994 und stellt fest, dass die Bedingungen zweimal bis 27-fach besser sind. Er plädiert für Eigentumsurkunden, um ‚toten Kapital‘ in ehemaligen Homelands freizusetzen, eine Idee mit breiter Unterstützung. Seine Freedom Foundation führt eine umfassende Umfrage zum südafrikanischen Reichtum durch, einschließlich Landbesitz. ¶n¶nLouw vertritt libertäre Ansichten zu Tabak und Alkohol und lehnt Verbote als Eingriffe in die persönliche Freiheit ab. Bei einem Abendessen mit Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi, der Einschränkungen für Rauchen, Zucker, Salz und Alkohol vorschlug, konterte Louw, dass Rauchen Vorteile wie Vergnügen und Entspannung biete. „To declare that millions of people derive ‘no benefit’ from something they plainly enjoy is not science but puritanism“, zitiert Cohen ihn. ¶n¶nDas Buch, veröffentlicht als Maverick 451-Titel, stellt Louws globale Einfluss von Malta bis in das postkommunistische Sibirien dar und hinterfragt Annahmen zu Ungleichheit und Arbeitslosigkeit in Südafrika.