Der insolvente Hemdenhersteller Eterna wird seinen Betrieb in Passau einstellen, nachdem kein Käufer gefunden werden konnte. Rund 400 Beschäftigte sind betroffen, während die Marke separat weiterbestehen könnte. Die Insolvenz wurde im Dezember angemeldet.
Eterna, ein traditionsreicher Hersteller von Geschäftshemden und Blusen, hat seinen Betrieb in Passau einzustellen. Nach 163 Jahren Firmengeschichte teilte die Geschäftsführung mit, dass eine Weiterführung ausgeschlossen sei. Die Insolvenz wurde im Dezember angemeldet, und trotz intensiver Suche konnte kein Käufer gefunden werden.
Ursprünglich gab es mehr als 20 Interessenten für das Unternehmen. Der Verkaufsprozess wurde jedoch „ohne Ergebnis beendet worden“, wie die Geschäftsführung angab. Der Gläubigerausschuss hat der geplanten Schließung zugestimmt. Der Betrieb soll bis Sommer 2026 eingestellt werden, ein genaues Datum wurde nicht genannt.
Am Hauptsitz in Passau arbeiten gut 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Hauptkunden zählen Büroangestellte und Manager. Verkauft wird lediglich der Firmenname „Eterna“, sodass die Marke unabhängig vom bisherigen Unternehmen und ohne den Standort Passau fortbestehen könnte.
Eterna wurde 1863 in Wien als Textilwerkstatt gegründet, der Hauptsitz in Passau besteht seit 1927. Das Unternehmen galt als eines der wenigen verbliebenen Traditionshäuser der deutschen Bekleidungsindustrie. Finanzielle Schwierigkeiten bestehen seit Jahren; bereits 2021 durchlief Eterna ein Sanierungsverfahren. Die Modebranche steht insgesamt unter Druck.