Illustration of Interior Minister Dobrindt demanding harsh verdict after fatal attack on train conductor during ticket check.
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Zugbegleiter getötet: Dobrindt erwartet hartes Urteil

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Ein 36-jähriger Zugbegleiter starb nach einem brutalen Angriff bei einer Ticketkontrolle in Rheinland-Pfalz. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt fordert ein strenges Urteil und mehr Schutz für Bahnmitarbeiter. Die Bahnchefin plant einen Sicherheitsgipfel, während das Justizministerium Gesetzesänderungen prüft.

Am Montagabend wurde der 36-jährige Zugbegleiter Serkan C. in einem Regionalexpress nahe Kaiserslautern von einem 26-jährigen Fahrgast ohne gültigen Fahrschein angegriffen. Der Täter schlug ihm mehrmals mit der Faust in den Kopf, woraufhin Serkan C. schwer verletzt ins Krankenhaus kam und am Mittwoch an einer Hirnblutung starb. Der Vorfall löste bundesweit Entsetzen aus.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) äußerte sich schockiert: „Ich bin erschüttert und schockiert über diese Gewalttat und die Tötung des Zugbegleiters.“ Er erwartete ein „hartes Urteil“ und forderte eine Verschärfung des strafrechtlichen Schutzes für Mitarbeiter der Bahn und des öffentlichen Dienstes. Dobrindt wies auf die Ausweitung der Videoüberwachung hin, die die Aufklärungsquote steigere, betonte aber: „Die Bahn ist ein offenes System. Eine Komplettüberwachung aller Bahnhöfe und Züge ist nicht möglich.“

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) prüft Anpassungen eines Gesetzentwurfs zur Stärkung des Schutzes gefährdeter Berufsgruppen. Sie warnte jedoch: „Straferhöhungen allein lösen das Problem ganz sicherlich nicht.“ Der Deutsche Richterbund kritisierte Dobrindts Forderungen durch Bundesgeschäftsführer Sven Rebehn: „Der bekannte Reflex in der Politik, das Strafrecht verschärfen zu wollen, ist nachvollziehbar, aber nicht die richtige Antwort.“ Stattdessen brauche es bessere Prävention und eine besser ausgestattete Justiz.

Bahnchefin Evelyn Palla plant einen Sicherheitsgipfel mit Ländern, Gewerkschaften, Polizei und Politik, um Maßnahmen zu besprechen. „Das Aggressivitätslevel in unserer Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht“, sagte sie. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier drückte der Familie in Ludwigshafen sein Mitgefühl aus: „Ich fühle mit Ihnen.“

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