Arbeitsgericht weist Antrag von Rockstar im Gewerkschaftsstreit ab

Ein Arbeitsgericht hat den Antrag von Rockstar Games abgelehnt, Vorwürfe wegen Schwarzer Listen aus einem bevorstehenden Prozess über mutmaßliche Gewerkschaftsfeindlichkeit in seinem Grand Theft Auto 6-Studio zu streichen. Die Entscheidung erlaubt es, alle Anschuldigungen der Gewerkschaft vor Gericht zu verhandeln.

Das Urteil erging nach einer Voranhörung, in der Rockstar versuchte, die Klagepunkte auszuschließen. Der Prozess ist für den Zeitraum vom 10. September bis zum 15. Oktober angesetzt.

Rockstar entließ im vergangenen Oktober rund 30 Mitarbeiter, bei denen es sich durchweg um Gewerkschaftsmitglieder handelte. Die Independent Workers' Union of Great Britain warf dem Unternehmen Gewerkschaftsfeindlichkeit vor und reichte Klage ein. Mehr als 200 Mitarbeiter von Rockstar North unterzeichneten daraufhin einen Brief, in dem sie das Vorgehen verurteilten.

"Dieses Urteil ist ein riesiger Moment für uns", sagte Ellie Dunstan, eine der entlassenen Mitarbeiterinnen. "Rockstar dachte, sie könnten die Deutungshoheit kontrollieren. Sie liegen falsch."

Die Vorsitzende der IWGB Game Workers Branch, Spring McParlin-Jones, bezeichnete die Entscheidung als herben Schlag gegen Rockstars Versuche, einer Überprüfung zu entgehen. Rockstar bereitet sich darauf vor, Grand Theft Auto 6 im November für Xbox Series X/S und PlayStation 5 zu veröffentlichen.

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