Während der Start der NASA-Mission Artemis II näher rückt, schließt die Fakultät für Ingenieurwesen der Universität von Buenos Aires (FIUBA) die Vorbereitungen für den argentinischen CubeSat Atenea ab, der als einer von vier internationalen Mikrosatelliten für den Einsatz ausgewählt wurde. Das von Studierenden geleitete Team der FIUBA befindet sich bereits in Cape Canaveral und knüpft damit an die Ankündigung der argentinischen Beteiligung vom Januar an.
Nachdem die argentinische Regierung im Januar 2026 die Aufnahme von Atenea in die Artemis II-Mission – die erste bemannte Mondumlaufbahn-Mission seit Apollo 17 – bestätigt hatte, spielte die FIUBA eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung des 12U CubeSat (ca. 30 x 20 x 20 cm). Argentinien wurde aus fast 50 Ländern ausgewählt, die sich um 14 Nutzlastplätze bewarben, wobei nur vier Nationen den Zuschlag erhielten, wie FIUBA-Dekan Alejandro Martínez betonte.
Atenea wird im Orion Stage Adapter zusammen mit drei weiteren Mikrosatelliten reisen und etwa fünf Stunden nach dem Start ausgesetzt werden. Der Satellit soll Strahlungsmessungen im erdnahen und tiefen Weltraum, Abschirmungen und kommerzielle Komponenten, Silizium-Photomultiplier, GPS jenseits von Konstellationen sowie Langstreckenkommunikation validieren und so den Technologiereifegrad für zukünftige Missionen erhöhen.
Die CONAE leitet das Projekt, unterstützt von der FIUBA, der UNLP, der UNSAM, der CNEA, dem Instituto Argentino de Radioastronomía und VENG S.A. Das FIUBA-Team, das hauptsächlich aus Studierenden unter der Leitung von Fernando Filippetti besteht, legt großen Wert auf die Erfahrung mit realen Flügen. Filippetti und Guillermo Salvatierra befinden sich für die abschließenden Tests in Cape Canaveral.
Die Flugbahn mit freier Rückkehr wird die Pläne für die Mondlandung der Artemis III-Mission unterstützen und stellt die größte Annäherung von Menschen an den Mond seit 1972 dar.