Die Artemis II-Mission der NASA, der erste bemannte Flug über die Erdumlaufbahn hinaus seit über 50 Jahren, startet heute und hat den argentinischen Satelliten ATENEA an Bord des Raumschiffs Orion. ATENEA, ein vollständig in Argentinien entwickelter 12U-CubeSat, ist der einzige lateinamerikanische Teilnehmer, der aus den Vorschlägen von über 50 Ländern ausgewählt wurde. Die Mission wird während des Fluges in die Mondumlaufbahn wichtige Systeme testen.
Der Start des Raumschiffs Orion für Artemis II ist für den 1. April 2026 um 18:24 Uhr ET (19:24 Uhr argentinischer Zeit) von Cape Canaveral aus geplant. Die Besatzung besteht aus den NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie Jeremy Hansen von der kanadischen Weltraumorganisation. Es handelt sich um einen zehntägigen Testflug um den Mond, bei dem die SLS-Rakete, die Orion-Kapsel und die Lebenserhaltungssysteme überprüft werden sollen.
ATENEA, mit den Maßen 30 x 20 x 20 cm und einem Gewicht von 15 kg, wird in einer Entfernung von 70.000 km zur Erde als einer von vier sekundären CubeSats ausgesetzt. Entwickelt von der CONAE in Zusammenarbeit mit UNSAM, UNLP, UBA, CNEA, IAR und VENG, setzte sich das Projekt gegen Vorschläge aus 40 Ländern durch und ergänzt die Auswahl aus Deutschland, Südkorea und Saudi-Arabien.
Zu den Zielen gehören die Messung der Weltraumstrahlung mit Silizium-Photomultiplier-Sensoren, die Validierung des GNSS-Empfangs oberhalb von GPS-Konstellationen, das Testen von Kommunikationsverbindungen über große Entfernungen sowie die Bewertung der Elektronik unter extremen Bedingungen. „ATENEA hat zwei Hauptaufgaben: das Testen von Technologie im Weltraum und wissenschaftliche Ziele“, erklärte Gabriel Sanca von der UNSAM. Fernando Filippetti von der UBA merkte an, dass der Satellit kritische Technologien für zukünftige Missionen validieren werde.
Argentinien unterzeichnete 2023 als 28. Land die Artemis-Abkommen. Der Satellit wird Daten an die CONAE-Stationen in Córdoba und Feuerland übertragen und hat eine Lebensdauer von etwa 24 Stunden, bevor er in die Atmosphäre eintritt.