UDI-Abgeordnete Jorge Alessandri und Guillermo Ramírez warnten, dass sie eine Verfassungsanklage gegen Finanzminister Nicolás Grau einreichen werden, wenn die Regierung darauf besteht, eine Bestimmung wieder einzuführen, die das Entlassen befristeter öffentlicher Bediensteter im Gesetzentwurf zur Anpassung des öffentlichen Sektors erschwert. Dieses von der UDI als unmoralisch bezeichnete 'Bindungsgesetz' zielt darauf ab, Arbeitsplätze für Regierungsalliierte zu sichern, was Spaltungen in der Opposition und Kritik aus der Regierungskoalition auslöst. Die Ankündigung vom Donnerstag sieht vor, den Antrag im März einzubringen.
Am Donnerstag, dem 25. Dezember 2025, inmitten der Debatten über den Gesetzentwurf zur Anpassung des öffentlichen Sektors, erhöhten die UDI-Abgeordneten Jorge Alessandri und Guillermo Ramírez den Druck auf die Regierung. Sie drohten mit einer Verfassungsanklage gegen Minister Nicolás Grau, es sei denn, die Bestimmung, die strengere Anforderungen für die Entlassung befristeter öffentlicher Bediensteter auferlegt, wird zurückgezogen; sie wurde vom Exekutiv trotz Kritik wieder eingeführt.
In einer Erklärung erklärten die Abgeordneten: «Wir werden nicht zulassen, dass der Minister, ohne einen Funken Scham, in ein jährlich diskutiertes Gesetz wie die Anpassung des öffentlichen Sektors eine dauerhafte Bestimmung einschleust, um lebenslange Jobs an Unterstützer der aktuellen Regierung zu vergeben.» Sie fügten hinzu: «Wenn Minister Grau dieses unmoralische Bindungsgesetz zum Vorteil politischer Operatoren nicht zurückzieht, werden wir ihn im März verfassungsrechtlich anklagen.»
Der Schritt spaltet die Opposition. Die Abgeordnete von Renovación Nacional Ximena Ossandón bezweifelte dessen Notwendigkeit und wies darauf hin, dass dem Entwurf die Stimmen zum Passieren fehlen und er republikanische Traditionen verletzt. RN-Blockführer Frank Sauerbaum kritisierte die 'Gefallen', unterstützte die Anklage aber nicht. Von den Republikanern äußerte Agustín Romero Überraschung und bevorzugte den Fokus auf den legislativischen Prozess. Die PDG lehnte über Juan Marcelo Valenzuela die Nutzung von Anklagen als politische Werkzeuge ab. Joanna Pérez vom aufgelösten Demokratischen Partei stimmte zu, dass Argumente fehlen.
Aus der Regierungskoalition nannte Frente Amplio-Abgeordneter Diego Ibáñez die Drohung eine 'undemokratische Nutzung' des Instruments. Raúl Soto (PPD) forderte Zurückhaltung in dieser Übergangsphase. Roberto Arroyo (PSC) unterstützte die Anklage, falls darauf bestanden wird, und verteidigte den Rechtsstaat.
Die UDI plant Gespräche mit der gesamten Opposition, einschließlich der PDG, um im März voranzugehen, unabhängig vom Schicksal des Entwurfs.