Illustration depicting UNDP relocating 300 jobs from New York to Bonn and 100 to Madrid, with moving trucks, maps, and diplomats.
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UN-Entwicklungsprogramm verlegt knapp 300 Stellen nach Bonn

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Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) verlegt innerhalb von zwei Jahren etwa 300 Stellen und zentrale Funktionen von New York nach Bonn. Weitere 100 Positionen sollen nach Madrid umziehen. Die Entscheidung wird als wichtiges Signal für die deutsche Außenpolitik gewertet.

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) hat angekündigt, Teile seines Hauptsitzes von New York nach Bonn zu verlagern. In den kommenden zwei Jahren sollen 300 Mitarbeiter und zentrale Funktionen in die Stadt am Rhein umziehen, teilten die Bundesregierung, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Bonn in einer gemeinsamen Erklärung mit. Etwa 100 weitere Stellen gehen nach Madrid, wie das UNDP mitteilte. Der Hauptsitz des UNDP bleibt jedoch in New York, wo auch Büros für Weltregionen wie Europa angesiedelt sind. Das Deutschland-Büro des UNDP hat bereits seinen Sitz in Bonn und ein Außenbüro in Berlin.

UNDP-Chef Alexander De Croo informierte die Bundesregierung vorab über die Entscheidung. Knapp eine Woche zuvor hatte Außenminister Johann Wadephul (CDU) nach einem Gespräch mit UN-Generalsekretär António Guterres in New York für eine Verlagerung von UN-Organisationen nach Bonn geworben. Wadephul begrüßte den Schritt: "Das stärkt den UN-Standort Bonn. Und das ist ein wichtiges politisches Signal für das Vertrauen in die deutsche Außenpolitik – gerade in Zeiten, in denen das UN-System und multilaterale Prinzipien unter Druck stehen."

Er betonte die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit bei globalen Herausforderungen wie Kriegen, Hunger und Umweltzerstörung: "Deutschland ist und bleibt ein Verfechter und Förderer von internationaler Zusammenarbeit – denn diese ist gleichzeitig auch für die Sicherheit, die Freiheit und den Wohlstand unseres Landes wichtig."

Nordrhein-Westfälens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) nannte die Entscheidung einen Meilenstein: "Die Entscheidung von UNDP für Bonn ist eine Entscheidung für Europa, Exzellenz und Multilateralismus." Oberbürgermeister Guido Déus hob Bonns Rolle als weltoffene Stadt hervor: "In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich Bonn als deutsche Stadt der Vereinten Nationen auch international einen Namen gemacht."

Bonn ist bereits neben Genf und Wien einer der größten UN-Standorte in Europa mit 27 Einrichtungen und etwa 1.200 Mitarbeitern. Hier haben das UN-Klimasekretariat (UNFCCC), das UN-Freiwilligenprogramm (UNV) und das Sekretariat des UN-Übereinkommens zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) ihren weltweiten Hauptsitz. Zuletzt wurde im November 2025 ein Büro der UN Women in Bonn eröffnet.

Das UNDP ist in rund 170 Ländern und Gebieten mit etwa 22.000 Mitarbeitern aktiv, von denen mehr als 19.000 in Länderbüros und regionalen Zentren arbeiten.

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