Die fortlaufende Zusammenarbeit zwischen France Travail und LinkedIn löst interne Kritik aus. Dieses Pilotprojekt, das in fünf Regionen gestartet wurde, soll die Rekrutierung verbessern, weckt jedoch Bedenken hinsichtlich Datenschutzes und der Kernaufgabe des öffentlichen Dienstes.
Seit mehreren Monaten entwickelt die Leitung von France Travail ein Pilotprojekt mit LinkedIn in fünf Regionen: Hauts-de-France, Normandie, Pays de la Loire, Nouvelle-Aquitaine und Auvergne-Rhône-Alpes. Das Ziel ist doppelt, laut einem Dokument, das im September dem zentralen sozialen und wirtschaftlichen Ausschuss vorgelegt wurde: „die Auslastungsrate von Stellenangeboten verbessern“ und „die Nutzung von France Travail steigern“.
In der Praxis erhalten 500 freiwillige Berater der France Travail Pro-Dienste eine spezielle LinkedIn-Lizenz, die normalerweise von Personalchefs für die Rekrutierung genutzt wird. Dieses Tool ermöglicht es den Mitarbeitern, neue Arbeitgeber zu identifizieren, auf alle auf dem sozialen Netzwerk verfügbaren Stellenangebote zuzugreifen – das 34 Millionen Nutzer in Frankreich hat – und Profile von Jobsuchenden basierend auf den angebotenen Positionen zu bewerben.
Diese Initiative verstärkt jedoch die internen Bedenken. Abseits des Risikos, von der primären Mission des öffentlichen Arbeitsvermittlungsdienstes abzuweichen, konzentrieren sich die Hauptvorwürfe auf den Schutz der personenbezogenen Daten der Nutzer.