Das Institut national des études territoriales (INET), das in Straßburg zukünftige Führungskräfte der Lokalverwaltung ausbildet, weist eine anhaltende soziologische Homogenität unter seinen Studierenden auf. Eine Umfrage des CNFPT zu Promotionsjahrgängen von 2015 bis 2024 zeigt nur marginale Veränderungen der Profile, die von oberen sozialen Kategorien dominiert werden. Die Verwaltung gelobt, dieses Problem anzugehen.
Seit 1997 in Straßburg ansässig, spielt das INET eine ähnliche Rolle wie das Institut national du service public (INSP) für den Staat und bildet Führungskräfte der Gebietskörperschaften aus. Wie sein staatliches Pendant hat es Mühe, die Vielfalt der französischen Gesellschaft in seinen Kohorten widerzuspiegeln. nnEine aktuelle Umfrage des Centre national de la fonction publique territoriale (CNFPT), der überwachenden Instanz der Schule, beleuchtet die soziologischen Profile von 797 Studierenden aus Ausbildungsjahrgängen zwischen 2015 und 2024. Rund 52 Prozent haben teilgenommen und unterstreichen eine anhaltende „Form soziologischer Homogenität“. Die Merkmale der Studierenden „haben sich im Jahrzehnt nur marginal verändert“, mit nur einer „leichten Diversifizierung der Profile“, heißt es im Bericht. nnDieses Ergebnis aktualisiert eine Analyse aus dem Jahr 2013, die die ersten 20 Promotions von Territorialadministratoren am INET abdeckte. Es hebt die starke Präsenz von Studierenden aus oberen sozioökonomischen Schichten hervor, was die Repräsentation anderer Herkünfte einschränkt. Die Leitung verspricht Maßnahmen zur Förderung größerer Inklusion, wenngleich konkrete Schritte noch ausstehen. nnDiese Lage wirft Fragen zur Erreichbarkeit hoher Territorialpositionen und ihrer Offenheit gegenüber vielfältigen Hintergründen auf, was für eine repräsentative öffentliche Verwaltung essenziell ist.