Max Verstappen erklärte gegenüber Journalisten in Budapest, dass das Motorenreglement der Formel 1 für das Jahr 2026 die schnellsten Fahrer daran hindert, auf der Strecke einen Unterschied zu machen. Der Red-Bull-Pilot äußerte sich am Medientag des Großen Preises von Ungarn, nur wenige Tage nachdem Oscar Piastri die gleichen Regeln nach dem Rennwochenende in Spa-Francorchamps kritisiert hatte.
Verstappen sagte, dass die selbstlernenden Energiemanagementsysteme die in den Kurven herausgefahrenen Rundenzeitvorteile neutralisieren. Er erklärte, dass kleine Unterschiede bei der Gasannahme oder äußere Faktoren wie Wind den Energieeinsatz im weiteren Verlauf einer Runde verändern können, was schnelles Fahren faktisch bestrafe. Der Niederländer fügte hinzu, dass dies in dieser Saison zu engeren Duellen zwischen den Teamkollegen im gesamten Feld geführt habe. „Man darf keinen Unterschied machen, weil man sonst auf der nächsten Geraden bestraft wird“, sagte er. Verstappen kritisierte zudem die neue Dynamik bei Überholmanövern. Er merkte an, dass Fahrer andere auf den Geraden einfach durch den Einsatz von Batterieleistung überholen können, ohne dabei anderweitig aktiv zu werden, und bezeichnete den Prozess als „sehr anders“ im Vergleich zum traditionellen Rennsport. Er sagte, wahre Fans würden verstehen, dass die Veränderung nicht authentisch sei, auch wenn Gelegenheitszuschauer mehr Überholmanöver sehen würden. Die Kommentare fielen, nachdem Verstappen in Belgien scherzhaft angemerkt hatte, dass Kritiker ihn vielleicht „erschießen“ könnten, weil er seine Meinung äußert. In Ungarn stellte er die Bemerkung später klar und erklärte, er habe nur gescherzt.