Das Weiße Haus hat nur Stunden nach der Veröffentlichung wesentliche Änderungen am Factsheet zum Indien-US-Handelsabkommen vorgenommen. Dazu gehört die Streichung von Zöllen auf bestimmte Hülsenfrüchte aus der Liste und die Änderung der 500-Milliarden-Dollar-Kaufverpflichtung in eine Absicht. Die Änderungen werden als vorteilhaft für Indien gesehen.
Das Weiße Haus veröffentlichte am 9. Februar 2026 ein Factsheet zum Rahmen des Indien-US-Handelsabkommens. Nur Stunden oder einen Tag später, am 10. Februar, wurden mehrere leise Überarbeitungen am Dokument vorgenommen, nach Hinweisen aus Neu-Delhi auf unbeabsichtigte Einschlüsse. nEine große Änderung ist die Streichung von 'bestimmten Hülsenfrüchten' aus der Liste der Agrarprodukte, auf die Indien Zölle abbauen oder streichen soll. Das ursprüngliche Factsheet besagte, dass Indien Zölle auf alle US-Industriegüter und eine breite Palette von US-Lebens- und Agrarprodukten abbauen oder streichen würde, einschließlich getrockneter Destillationsschrote (DDGs), rotem Sorghum, Baumnüssen, frischem und verarbeitetem Obst, bestimmten Hülsenfrüchten, Sojaöl, Wein und Spirituosen. In der überarbeiteten Version wurden Hülsenfrüchte aus dieser Liste gestrichen. Hülsenfrüchte sind in Indien, dem weltweit größten Produzenten und Verbraucher, eine politisch sensible Ernte, die Linsen, Kichererbsen und Trockenbohnen umfasst. nEin weiterer signifikanter Auslassung betrifft Digitalsteuer. Das Originaldokument stellte fest, dass Indien 'seine Digitalsteuern abschaffen wird', die überarbeitete Version erwähnt dies jedoch nicht. Stattdessen heißt es nun, dass Indien 'verpflichtet ist zu verhandeln' über Digitalhandelsregeln. Bemerkenswert ist, dass Indien bereits seinen 6%-Ausgleichsabgaben auf digitale Werbedienste zum 1. April 2025 abgeschafft hat. nEine dritte Schlüsseländerung betrifft den Kauf über 500 Milliarden Dollar. Das Original implizierte eine 'Verpflichtung' Indiens, US-Energieprodukte, Flugzeuge und Teile, Edelmetalle, Technologieprodukte und Kokskohle im Wert von 500 Milliarden Dollar zu kaufen. Dies wurde nun zu einer 'Absicht' geändert: 'Indien beabsichtigt, 500 Milliarden Dollar an US-Energieprodukten, Flugzeugen und Flugzeugteilen ... in den nächsten 5 Jahren zu kaufen.' Zusätzlich wurde das Wort 'landwirtschaftlich' aus der Produktliste entfernt. Diese Formulierung stimmt mit der am 7. Februar veröffentlichten Gemeinsamen Erklärung überein. nDas Weiße Haus hat keine Kommentare zu den Änderungen abgegeben. Diese Veränderungen werfen weitere Fragen zur Natur des Abkommens auf, erscheinen aber Indien günstig.