Die Administradora de Recursos del Sistema General de Seguridad Social en Salud (Adres) hat eine digitale Plattform eingeführt, die es Privatpersonen ermöglicht, Entschädigungen für Verkehrsunfälle ohne Soat, katastrophale Ereignisse oder terroristische Akte direkt zu beantragen. Das Tool deckt Fälle von Tod, Bestattungskosten und dauerhafter Invalidität ohne Zwischenhändler ab und steht rund um die Uhr auf dem Webportal der Behörde zur Verfügung.
Die Adres gab den Start einer neuen digitalen Plattform bekannt, die die direkte Einreichung von Entschädigungsanträgen für Privatpersonen vereinfacht. Seit dem 21. April 2026 ist das System in Betrieb und digitalisiert den Prozess mithilfe des Formulario Único de Reclamación de Indemnizaciones - Persona Natural (Furpen).
"Das neue Tool ermöglicht es Bürgern, Entschädigungen direkt und einfach ohne Zwischenhändler zu beantragen", erklärte die Behörde in einer Pressemitteilung. Das Verfahren gilt für Verkehrsunfälle ohne Seguro Obligatorio de Accidentes de Tránsito (Soat), katastrophale Ereignisse oder terroristische Akte und deckt Fälle von Tod, Bestattungskosten sowie dauerhafter Invalidität ab.
Im Todesfall gehören zu den Begünstigten der Ehepartner oder der Lebensgefährte sowie die Kinder. Sind keine Kinder vorhanden, erhält der Ehepartner den vollen Betrag; existieren weder Partner noch Kinder, können Eltern oder Geschwister den Anspruch geltend machen. Bei dauerhafter Invalidität muss das Opfer gemäß Artikel 142 des Dekrets 019 von 2012 eine Bewertung der Minderung der Erwerbsfähigkeit einreichen.
Nutzer greifen über das Adres-Webportal unter dem Punkt Bürgerservice darauf zu, indem sie die Option zur Anerkennung und Zahlung von Entschädigungen für Opfer – natürliche Person – auswählen. Die Plattform ist rund um die Uhr verfügbar und ermöglicht die Online-Einreichung und Nachverfolgung ohne Reiseaufwand.