Amazon-Deutschland-Chef Rocco Bräuniger hat Deutsche als „Kontrollfreaks“ bezeichnet, weil sie Lieferstatus häufiger prüfen als andere Europäer. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung gab er zudem Einblicke in wahrscheinliche Weihnachtsgeschenke und wies Vorwürfe zurück, Amazon schade den Innenstädten.
Rocco Bräuniger, Chef von Amazon in Deutschland, äußerte sich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zu den Gewohnheiten deutscher Kunden. Viele Deutsche seien besessen davon, den Status ihrer Pakete zu überwachen, etwa die Entfernung des Boten. „Was die Deutschen sehr gerne machen, mehr als alle anderen Europäer, ist, ihren Lieferstatus zu checken: also zum Beispiel zu schauen, wie weit der Bote noch entfernt ist“, sagte er. Seine Einschätzung: „Vielleicht sind die Deutschen Kontrollfreaks“.
Bräuniger schaute auch auf die Weihnachtssaison. Basierend auf den Verkäufen in der Black-Friday-Woche erwarte er unter Bäumen Geschenke wie WLAN-Repeater, Heißluftfritteusen und Saugroboter. Diese Produkte wurden in der Rabattaktion stark beworben.
Zu Kritik, Amazon trage zum Niedergang der Innenstädte bei, reagierte der Manager abwehrend. Laut offiziellen Verbandszahlen mache der Online-Handel nur 13,4 Prozent des gesamten Einzelhandels aus. In Regionen mit starker Amazon-Präsenz entwickelten sich Innenstädte dennoch gut, betonte Bräuniger.