Im Ruhrgebiet kämpfen Abwanderung, Zuwanderung und wirtschaftlicher Niedergang um die Oberhand, was einige als »Strukturwandel« bezeichnen. SPIEGEL TV beleuchtet die wachsende Armut in der Region und stellt die Profiteure der Notlage zur Rede. Der Film »Brennpunkt Duisburg: Abgehängt und vergessen« von Thore Brüggemann zeigt die harten Realitäten vor Ort.
Das Ruhrgebiet, einst Herz der deutschen Industrie, steht vor massiven Herausforderungen. Abwanderung junger Menschen und Zuwanderung aus anderen Regionen oder Ländern verschärfen den wirtschaftlichen Niedergang. Viele nennen diesen Prozess »Strukturwandel«, doch für Betroffene bedeutet er Verelendung: Sozialbetrug und verfallende Schrotthäuser prägen das Bild.
SPIEGEL TV hat diese Misere in einem neuen Dokumentarfilm festgehalten. »Brennpunkt Duisburg: Abgehängt und vergessen«, realisiert von Thore Brüggemann, porträtiert vergessene Viertel in Duisburg. Der Film zeigt, wie Armut und Vernachlässigung das tägliche Leben bestimmen, und konfrontiert diejenigen, die von der Situation profitieren – etwa durch illegale Sozialleistungen.
Ähnliche Brennpunkte gibt es bundesweit, wie in Hamburgs Reeperbahn oder Berlins Drogenszene, doch der Fokus liegt auf dem Ruhrgebiet. Die Berichte unterstreichen die Notwendigkeit struktureller Maßnahmen, ohne Schuldzuweisungen zu machen. Experten warnen, dass ohne Eingriffe die Region weiter abrutschen könnte.