Kurz vor Beginn seiner Gerichtsverhandlung hat die Osloer Staatsanwaltschaft neue Anklagepunkte gegen Marius Borg Høiby, den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, erhoben. Darunter fallen Verstöße gegen ein Kontaktverbot, Drogenhandel und Verkehrsdelikte. Høiby gesteht alle neuen Vorwürfe.
Die Osloer Staatsanwaltschaft hat gegen Marius Borg Høiby (29) in weiteren sechs Punkten Anklage erhoben. Staatsanwalt Sturla Henriksbø teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass es sich dabei um zwei Verstöße gegen ein Kontaktverbot zu einer Ex-Freundin, einen groben Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und drei Verkehrsdelikte handelt.
Laut der Nachrichtenagentur NTB soll Høiby im Jahr 2020 mindestens 3,5 Kilogramm Marihuana empfangen, transportiert und weitergegeben haben. Seine Anwältin Ellen Holager Andenæs erklärte zu NTB: „Er habe damit aber nichts verdient.“ Die Verkehrsdelikte basieren auf Videos von Høibys Telefon, in denen er sich selbst bei hoher Geschwindigkeit auf einem Motorrad filmte. Andenæs bestätigte, dass ihr Mandant alle neuen Anklagepunkte gesteht.
Die zusätzlichen Vorwürfe werden nun dem Osloer Bezirksgericht übermittelt und in der Hauptverhandlung ab dem 3. Februar behandelt. Insgesamt steht Høiby, der älteste Sohn von Mette-Marit (52) aus einer früheren Beziehung, in 32 Punkten vor Gericht – darunter Vergewaltigung, Misshandlung in engen Beziehungen und Körperverletzung. Im Sommer 2024 räumte er ein, unter Einfluss von Alkohol und Kokain gewalttätig gegenüber seiner damaligen Freundin geworden und Dinge in ihrer Wohnung zerstört zu haben. Die Sexualdelikte bestreitet er jedoch entschieden, wie einer seiner Verteidiger später sagte.
Høiby gehört zur norwegischen Königsfamilie, trägt aber keinen Prinzentitel und ist kein offizielles Mitglied des Königshauses. Mette-Marit hat mit Thronfolger Haakon (52) zwei weitere Kinder: Erbprinzessin Ingrid Alexandra (21) und Prinz Sverre Magnus (20).