Die weltweite Produktion von Tierfutter erreichte im Jahr 2025 1,44 Milliarden Tonnen, was einem Anstieg von 2,9 % gegenüber 2024 entspricht, so der Bericht von Alltech. Das Futter für Aquakulturen führte das weltweite Wachstum mit 4,7 % an, angetrieben durch Lateinamerika, wo Brasilien durch die Expansion bei Tilapia einen Beitrag leistete. Afrika verzeichnete mit 11,5 % den größten regionalen Zuwachs.
Alltech, das 38.837 Fabriken in 142 Ländern untersuchte, verwies auf Belastungen wie volatile Beschaffungsmärkte, endemische Krankheiten wie Vogelgrippe und Afrikanische Schweinepest sowie klimatische Herausforderungen und regulatorische Auflagen. Die Aquakultur benötigte 55,5 Millionen Tonnen Futter und lag damit hinter Geflügel (400 Millionen) und Schweinen (381 Millionen). Das Wachstum von 11,4 % in Lateinamerika wurde durch Brasilien, Ecuador und Chile bei der Produktion von Tilapia, Garnelen bzw. Lachs geprägt. Brasilien produzierte insgesamt 90 Millionen Tonnen und rangiert damit weltweit an dritter Stelle hinter China (330 Millionen) und den Vereinigten Staaten (267 Millionen). Die Expansion wurde laut Alltech durch starke Exporte, eine widerstandsfähige inländische Nachfrage nach Proteinen und verbesserte Kostenstrukturen vorangetrieben. Im Jahr 2025 nannten 29 % der Befragten die Produktionskosten als eines der Hauptanliegen, wobei der Fokus auf Rohstoffen, Arbeitskraft und Energie lag. Für 2026 prognostiziert Alltech eine weltweite Verlangsamung in der Aquakultur, aber ein anhaltendes Wachstum in Lateinamerika.