Neuer Bericht zeigt, wie die EU eine Lebensmittelkrise vermeidet

Ein neuer Bericht des EU-Wissenschaftlichen Beirats für den Klimawandel, ESABCC, skizziert, wie die Lebensmittelproduktion der Union sich an den Klimawandel anpassen kann, um Emissionen zu reduzieren und Lebensmittelknappheit zu vermeiden. Der Klimawandel verursacht bereits erhebliche Verluste in der Landwirtschaft, insbesondere in Südeuropa. Maßnahmen wie durreresistente Pflanzen und umgelenkte Subventionen werden vorgeschlagen, um die Bedrohungen zu begegnen.

Der Klimawandel beeinträchtigt die Lebensmittelproduktion der EU erheblich und führt zu jährlichen Verlusten von etwa 300 Milliarden Kronen in der Landwirtschaft, laut einem Bericht, der am 11. März 2026 von ESABCC veröffentlicht wurde. Der 2021 gegründete Rat, der wissenschaftliche Leitlinien für die Klimaneutralität bis 2050 geben soll, warnt vor zunehmenden Folgen bei steigenden Temperaturen. In Südeuropa haben Hitzestress, Dürre und extremes Wetter landwirtschaftliche Flächen in Gebieten wie Teilen Griechenlands und Siziliens unbrauchbar gemacht. Lars J. Nilsson, Professor an der Universität Lund und Mitglied des ESABCC, erklärt: „Die größten Bedrohungen bestehen nach wie vor in Südeuropa. Zum Beispiel wurden landwirtschaftliche Flächen in Teilen Griechenlands und auf Sizilien aufgegeben und können nicht mehr genutzt werden.“ In Nordeuropa könnten höhere Temperaturen und CO₂-Werte das Pflanzenwachstum beschleunigen, aber mit reduziertem Nährwert und häufigeren Ernteverlusten durch extremes Wetter. Der Bericht empfiehlt Klimaanpassung durch lokal angepasste Maßnahmen wie durreresistente Pflanzen, Schattenhecken, Entwässerungsflächen für Starkregen und effizienteren Wasserverbrauch. Um die Emissionen zu senken, die 17 Prozent der gesamten EU-Emissionen ausmachen, sollten Subventionen von klimaintensiven Aktivitäten wie Fleischproduktion und Landwirtschaft auf entwässerten Mooren umgeleitet werden, die über die Hälfte der Agraremisionen verursachen. Nilsson betont: „Die großen Zuschüsse, die immer noch für landwirtschaftliche Aktivitäten gezahlt werden, die aus Klimasicht direkt schädlich sind, müssen gestrichen werden.“ Der Fleischkonsum sollte sinken, um die Klimaziele zu erreichen, aber Weidevieh ist für die Biodiversität erforderlich, und Vergütungen für Ökosystemdienstleistungen werden vorgeschlagen. Line Gordon, Professorin an der Stockholm University, bezeichnet den Bericht als wichtig: „Er zeigt klar, dass eine umfassende Transformation notwendig ist, um ernsthafte Probleme in der Zukunft zu vermeiden. Die Kosten dieser Transformation sind gering im Vergleich zu dem, was es sonst kosten würde.“ Der Umstieg wird als essenziell für einen widerstandsfähigen Agrarsektor und eine verbesserte Lebensmittelsicherheit angesehen.

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