Das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung hat im Jahr 2026 einen Anstieg der Rindfleischpreise festgestellt, der auf eine Verteuerung der Lebendviehpreise um 14,59 % zurückzuführen ist. Die Regierung steht im Dialog mit Akteuren der Lieferkette, um Maßnahmen zum Schutz der inländischen Versorgung und der privaten Haushalte umzusetzen.
Das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung führt eine kontinuierliche technische Überwachung der Lebensmittelpreise in Kolumbien durch. Dabei wurden im Jahr 2026 Preisanstiege bei Rindfleisch festgestellt, die durch einen jährlichen Anstieg der Auktionspreise für Lebendvieh um 14,59 % bis Januar desselben Jahres verursacht wurden. Dies macht etwa 53 % der Produktionskosten aus und gibt den Preisdruck an die Verbraucher weiter. Im Jahr 2025 erreichte die Schlachtung von weiblichen Tieren 40,9 % des nationalen Gesamtaufkommens, wobei der Schwerpunkt auf Tieren im Alter von 2 bis 5 Jahren lag, was die Bestandsauffüllung beeinträchtigt. Die Exporte von Lebendvieh machten in jenem Jahr 7,9 % der nationalen Produktion aus, wobei 73 % auf männliche Tiere im Alter von 1 bis 2 Jahren entfielen und 39 % dieser Tiere ins Ausland gingen, was das inländische Angebot verringerte. Die Entnahmerate für männliche Tiere dieser Altersgruppe lag von November 2024 bis Oktober 2025 bei 10,8 % und überstieg damit die natürliche Bestandsauffüllung. Um diesen Trends entgegenzuwirken, hat die Regierung Gespräche mit den Akteuren der Lieferkette geführt. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören die Verringerung der Schlachtung von weiblichen Tieren im Zuchtfähigen Alter, die Verbesserung der Rückverfolgbarkeit für Echtzeitdaten zu Schlachtungen und Exporten sowie die Festlegung einer jährlichen Exportquote für männliche Tiere im Alter von 1 bis 2 Jahren. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Preise zu stabilisieren, die nationale Produktion zu schützen und die Ernährungssicherheit zu gewährleisten.