Silvester wird besonders hektisch für SOS Alarm mit einem starken Anstieg der Anrufe bei der Notrufnummer 112. Die Zahl der Alarme verdoppelt sich kurz vor Mitternacht und verdreifacht sich in Teilen des Landes genau um Mitternacht. Etwa ein Drittel der Anrufe gilt als unnötig und könnte die Hilfe für Bedürftige verzögern.
SOS Alarm rüstet sich für eine intensive Silvesternacht, gemäß dem Muster vergangener Jahre. Laut Douglas Norström, kommissarischem Pressesprecher von SOS Alarm, bleibt der Trend jährlich gleich. «Es sieht jedes Jahr gleich aus. Eine Stunde vor Mitternacht verdoppelt sich die Anzahl der Anrufe, die wir erhalten, und um Mitternacht verdreifacht sie sich in Teilen des Landes im Vergleich zu einem normalen Wochenende», heißt es in einer Pressemitteilung.
An einem typischen Wochenendeabend werden rund 3200 Anrufe an 112 bearbeitet. An Silvester und in die Nacht hinein, von 22 bis 6 Uhr, wird mit etwa 8000 Anrufen gerechnet. Davon gelten ein Drittel als Fehlalarme von Personen, die keine dringende Hilfe benötigen.
Norström betont die Wichtigkeit, 112 nur bei echten Notfällen anzurufen. «Alle Anrufe landen in derselben Warteschlange, sodass ein Anruf wegen eines spritzenden Wasserhahns oder lauter Nachbarn Zeit von jemandem mit Herzinfarkt stehlen kann», warnt er. Dies unterstreicht die Herausforderungen für Notrufzentralen an Feiertagen wie Silvester, wenn Feuerwerk und Partys oft unnötige Anrufe auslösen. SOS Alarm appelliert an die Öffentlichkeit, Zurückhaltung zu üben, damit Ressourcen denen in echter Gefahr zufließen.