Nach den Zielankünften in Australien, China und Japan steht Cadillac F1 vor der bisher härtesten Prüfung: Die etablierten Mittelfeldteams wie Alpine und Williams schneller zu überholen, so Pilot Sergio Perez. Das Team zeigte in Suzuka vielversprechende Ansätze – es schlug die strauchelnden Aston Martins, lag aber im ersten Qualifying-Abschnitt 2,3 Sekunden hinter der Spitze und eine Sekunde hinter dem Mittelfeld, bevor nun beim Heimrennen in Miami wichtige Upgrades folgen.
Cadillac, das elfte Team in der Formel 1 und ein US-Rennstall mit Sitz in Silverstone (der Hauptsitz in Indiana befindet sich noch im Bau), hat die anfänglichen Zuverlässigkeitsprobleme gelöst und die ersten Rennen erfolgreich absolviert. Jüngste kleinere Upgrades brachten laut dem technischen Berater Pat Symonds die erwarteten Zugewinne beim Abtrieb an der Hinterachse, ohne die Balance zu beeinträchtigen. Perez betonte jedoch, dass die größte Hürde weiterhin die aggressive Entwicklung bleibt, um den Rückstand zu verringern. "Es war sehr vielversprechend, aber andererseits sehen wir uns auch die Rundenzeiten an und erkennen, dass wir uns weiterentwickeln müssen. Entwicklung bedeutet, unsere Konkurrenten zu übertrumpfen, was in der Formel 1 eine ziemlich schwierige Aufgabe ist. Das ist die größte Herausforderung, vor der Cadillac als Team steht." Symonds, der mit dem ehemaligen technischen Direktor von Renault, Nick Chester, zusammenarbeitet, ist zuversichtlich hinsichtlich der soliden Prozesse des Teams und des geplanten Upgrade-Programms im Rahmen der Kostendeckelung. "Ich denke, wir haben dafür einen sehr robusten Prozess. Wir haben bereits ein ziemlich aggressives Entwicklungsprogramm ausgearbeitet. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir das umsetzen können." Perez hob die Verbesserungen der Rundenzeiten zwischen China und Japan hervor, wobei das Team die Pause vor Miami nutzte, um die Abläufe zu verfeinern, nachdem die beiden F1-Autos erst einen Monat zuvor debütiert hatten. Auch die Konkurrenz bereitet sich mit ähnlichen Verbesserungen auf Miami vor.