Deutscher Entwickler Matthias Linda hat angekündigt, First Press Games wegen nicht erfüllter physischer Editionen seines Rollenspiels Chained Echoes zu verklagen. Der Solokreator erklärte, die Entscheidung folge auf zwei Jahre Verspätungen bei zugesagten Releases. Backer haben Optionen für Rückerstattungen oder alternative Veröffentlichung.
Matthias Linda, der deutsche Solokreator hinter Chained Echoes, hat auf der Kickstarter-Seite des Spiels seine Absicht verkündet, die geschäftlichen Beziehungen zu Publisher First Press Games zu beenden und rechtliche Schritte einzuleiten. Linda erläuterte, das Unternehmen habe vor zwei Jahren zugesagt, mehrere physische Editionen inklusive Sammlerausgaben zu produzieren, habe aber bislang nur die Standard-Edition für PlayStation 4 herausgebracht. Chained Echoes, ein Pixel-Art-JRPG inspiriert von SNES-Titeln, startete im Dezember 2022 digital und erhielt starke Anerkennung mit einer Metacritic-Note von 91 und 88 % „Very Positive“ auf Steam aus 7200 Bewertungen. Für Backer, die auf physische Kopien warten, bot Linda zwei Optionen: eine Rückerstattung direkt bei ihm beantragen oder auf eine künftige Veröffentlichung durch einen anderen Publisher warten. In seiner Mitteilung sagte Linda: „Ich beende die geschäftliche Zusammenarbeit mit First Press Games und bereite eine Klage vor. Diese Entscheidung fiel mir nicht leicht und wurde nach sorgfältiger Abwägung getroffen. Bitte verstehen Sie, dass ich aus rechtlichen Gründen keine Details nennen kann.“ First Press Games hat sich nicht zu der Angelegenheit geäußert. Der Streit unterstreicht Herausforderungen im Indie-Game-Publishing, insbesondere bei Crowdfunding-Verpflichtungen.