Inklusionsorganisationen in Chile fordern nach den jüngsten Erdbeben in Venezuela, die mehr als 1.400 Todesopfer forderten, die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in Notfallpläne.
Die Fundación Ronda und ONG Inclusiva betonten die Notwendigkeit einer Präventionskultur, die prioritäre Gruppen berücksichtigt. María José Escudero von der Fundación Ronda erklärte, dass ein Notfall nicht der richtige Zeitpunkt für Improvisationen sei und dass Pläne an spezifische Bedürfnisse wie die Nutzung von Rollstühlen oder die Einnahme ständiger Medikamente angepasst werden müssten. Carlos Kaiser von ONG Inclusiva erinnerte daran, dass Chile ein seismisches Land sei und dass Pläne reale Unterstützung für Menschen mit Behinderungen oder in Abhängigkeitssituationen enthalten müssten. Beide Organisationen erreichten, dass das nationale System für Unterstützung und Pflege (Sistema Nacional de Apoyos y Cuidados) diese Gruppen bei Notfällen und Katastrophen priorisiert. Zu den Empfehlungen gehören die Definition von Unterstützungsnetzwerken, die Überprüfung barrierefreier Routen, die Schulung von Familien und die Anpassung der Kommunikation. Die Organisationen forderten die Regierung auf, präventive Maßnahmen mit Barrierefreiheit und territorialer Koordinierung umzusetzen.