Die Bauindustrie bewertet die Anpassung der Wertgrenzen für Stufen 1 und 2 des Programms Minha Casa, Minha Vida positiv, genehmigt vom FGTS-Kuratorium. Die Maßnahme begünstigt vor allem Kommunen im Norden und Nordosten und erweitert die Reichweite des Wohnprogramms. Wirtschaftsführer erwarten 2026 eine Rekordzahl an Verträgen.
Die Anpassung der Finanzierungsobergrenzen für Stufen 1 und 2 von Minha Casa, Minha Vida (MCMV) wurde vom FGTS-Kuratorium genehmigt und hebt das Höchstlimit auf bis zu 275.000 R$, abhängig vom Ort der Gemeinde. Diese Änderung begünstigt 263 Städte, insbesondere im Norden und Nordosten, wo die Vertragsabschlüsse aufgrund steigender Baukosten zurückgegangen waren.
Laut Branche ändert die Aktualisierung nicht die direkten Familienzuschüsse, ermöglicht aber mehr Immobilien die Qualifikation nach Finanzierungsregeln und zieht Bauträger in die Stufen für Geringverdiener. „Der Dialog mit dem Städte-Ministerium läuft weiter“, erklärt Clausens Duarte, Vizepräsident für sozialen Wohnungsbau bei der Brasilianischen Bauindustriekammer (CBIC). Die Organisation bereitet einen technischen Vorschlag zur Überprüfung der übrigen Programmstufen für 2026 vor.
Die Lula-Regierung setzt MCMV als Schaufenster ihrer Amtszeit ein und strebt bis Amtsende 3 Millionen Einheiten an, mehr als die ursprüngliche Prognose von 2 Millionen. 2025 wurden im Programm fast 200.000 Einheiten in Stufe 1 und rund 157.000 in Stufe 2 vertrieben, insgesamt etwa 660.000 Einheiten, größtenteils FGTS-finanziert.
Für 2026 beläuft sich der genehmigte Haushalt für Wohnen und Abwasser auf 160,5 Milliarden R$, davon 144,6 Milliarden für Wohnen. Branchenführer sehen in diesem Ressourcenvolumen zusammen mit der Anpassung ein günstiges Szenario für das Wachstum des Programms in den Stufen mit den größten Wohnungsdefiziten.