Ein Karnevalsblock in Rio de Janeiro verwandelt die Feier in einen humorvollen Protest gegen Justiz-Übersaläre, inspiriert von der Entscheidung des Obersten Richters Flávio Dino. Die Gruppe Respeita a Minha História organisiert die Parade mit Bannern und Kostümen, die Transparenz und das Ende von Extravorteilen in der öffentlichen Verwaltung fordern.
Der Straßennkarneval in Rio de Janeiro verbindet erneut Frechheit mit sozialer Kritik durch die Parade des Blocks Corta-Penduricalho. Am Freitag, den 6. Februar, feiert die Gruppe die Entscheidung des Richters am Obersten Gericht Flávio Dino, Extravorteile im brasilianischen öffentlichen Dienst abzuschaffen. Diese Entscheidung verpflichtet die drei Gewalten der Regierung, Zuwendungen zu prüfen und auszusetzen, die Gehälter über die Obergrenze von 46,3 Tausend Real treiben, mit einer Frist von 60 Tagen zur Beseitigung rechtlich nicht gedeckter Entschädigungszahlungen. Organisiert vom Kollektiv Respeita a Minha História, das aus etwa zehn Personen besteht, darunter öffentliche Bedienstete, Journalisten und Forscher, hat der Block einen starken politischen und bürgerlichen Charakter. Die Feiernden versammeln sich ab 16 Uhr vor dem Gerichtshof von Rio de Janeiro (TJRJ) im Stadtzentrum zu einer festlichen Demonstration. Um etwa 17:30 Uhr zieht der Zug zum Ufer des Flamengo-Parks in der Südzone. Mit Bannern mit Slogans wie „Raus aus mir, Übersalär!“, „Fass meinen Penduricalho nicht an“ und „Freche Entschädigung“, sowie thematischen Kostümen, verstärkt der Block die Diskussionen über die Notwendigkeit eines neuen Verhaltenskodex für Richter und mehr Transparenz in Justizinstitutionen. Die Initiative lädt die Öffentlichkeit ein, kostümiert teilzunehmen, und macht aus der Feier eine Chance, die Zivilgesellschaft gegen Übersaläre zu mobilisieren.