In Dormagen bei Düsseldorf ist ein 14-jähriger Junge aus Eritrea tot an einem See gefunden worden. Die Verletzungen deuten auf ein Gewaltverbrechen hin, weshalb die Staatsanwaltschaft und die Stadt eine Belohnung von 10.000 Euro für Hinweise zur Täterverurteilung aussetzen.
Ein Spaziergänger entdeckte die Leiche des 14-Jährigen an einem See in Dormagen. Der Körper wies Verletzungen auf, die auf ein Kapitalverbrechen hindeuten, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft und die Polizei gehen von einem Gewaltverbrechen aus.
Der Junge, der als Yosef bekannt war, stammte aus Eritrea und lebte seit 2018 in einer städtischen Unterkunft in Dormagen. Er besuchte eine städtische Schule und war gut in die Gesellschaft integriert. Eine Obduktion wurde durchgeführt, doch die Staatsanwaltschaft teilte am Freitag keine vorläufigen Ergebnisse mit und wartet auf das abschließende Gutachten.
Die Stadt Dormagen ist zutiefst bestürzt. Der Bürgermeister sprach sein Beileid aus und betonte die Unterstützung für die Familie und das Umfeld des Opfers. Schüler und Lehrer der Schule erhalten professionelle psychologische Betreuung.
Auch der Fußballverein des Jugendlichen trauert: „Mit großer Trauer und tiefer Bestürzung erreichte uns die Nachricht von dem viel zu frühen Tod unseres Vereinsmitglieds“, hieß es auf der Homepage des Vereins. „Yosef war ein äußerst beliebter Junge, der nicht nur im Verein, sondern auch in der ganzen Dorfgemeinschaft hochgeschätzt wurde. Sein strahlendes Lächeln und sein außergewöhnlicher Teamgeist haben ihn zu einem wertvollen Mitglied in unserem Verein gemacht.“
Die Mordkommission bittet um Zeugenhinweise. Die Belohnung von insgesamt 10.000 Euro soll Anwohner ermutigen, Informationen zu liefern, die zur Verurteilung des Täters führen.