Die EU-Kommission und das Parlament haben vereinbart, vegetarischen Fertigprodukten fleischähnliche Namen wie »Bacon« und »Hähnchen« zu untersagen. Vegetarische Würste und Burger dürfen ihre Namen weiterhin behalten. Die Entscheidung stößt bei grünen Parlamentariern auf Kritik.
Die EU-Kommission hat in Absprache mit dem EU-Parlament beschlossen, vegetarischen Fertigprodukten den Verkauf unter fleisch assoziierenden Namen wie »Steak«, »Bacon« und »Hähnchen« zu verbieten. Das bedeutet, dass solche Produkte diese Begriffe künftig nicht mehr vermarkten dürfen. Laut einem Sprecher für Zypern, das derzeit die EU-Präsidentschaft innehat, dürfen vegetarische Würste und Burger weiterhin korv und hamburgers genannt werden. Die Entscheidung soll Verbraucherverwirrung bezüglich vegetarischer Alternativen vermeiden. Anna Strolenberg aus der Grünen/EFA-Gruppe des EU-Parlaments hat das Verbot kritisiert. »Glücklicherweise haben die konservative Sprachpolizei es nicht geschafft, »vegoburgers« zu verbieten. Leider landen dennoch eine Reihe anderer Wörter auf der Schwarzen Liste. Es ist schade; Europa sollte innovative Unternehmer unterstützen, anstatt ihnen neue Hürden in den Weg zu legen«, schreibt sie in einer Stellungnahme. Das Abkommen stellt einen Schritt in der EU-Regulierung von Lebensmittelnnamen dar, um vegetarische Produkte von traditionellen Fleischprodukten abzugrenzen. Weitere Details zum Umsetzungsdatum werden in den Quellen nicht angegeben.