Red Bull sicherte Max Verstappen beim Großen Preis von Ungarn den zweiten Platz durch eine unerwartete Strategie mit weichen Reifen, die Ferrari kalt erwischte. Ferrari-Teamchef Fred Vasseur räumte die Überraschung ein, nachdem beide seiner Fahrer das Podium verpasst hatten. Das Ergebnis kam trotz eines schwierigen Wochenendes für das Red-Bull-Team zustande.
Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies lobte sein Strategieteam für mehrere mutige Entscheidungen, unter anderem, Verstappen während eines virtuellen Safety-Cars in Runde 56 nicht an die Box zu holen. Verstappen absolvierte einen 29-Runden-Stint auf weichen Reifen, um den zweiten Platz hinter Lando Norris zu halten. Er zeigte sich überrascht von der Entscheidung und merkte an, dass er zunächst bezweifelt hatte, wie lange die Reifen halten würden.
Ferrari startete sowohl mit Charles Leclerc als auch mit Lewis Hamilton auf weichen Reifen, konnte daraus jedoch keinen frühen Vorteil ziehen. Hamilton kam nach 13 Runden an die Box, Leclerc nach 16 Runden, wobei sie auf harte Reifen wechselten, die sich als langsam erwiesen. Beide Fahrer wechselten später erneut, doch Hamilton erhielt eine Fünf-Sekunden-Strafe wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse und beendete das Rennen hinter Leclerc und Kimi Antonelli auf dem fünften Platz.
Vasseur erklärte, das Team habe Verstappens langen Stint auf weichen Reifen nicht vorhergesehen und unter dem virtuellen Safety-Car zu spät reagiert. Er merkte an, dass Norris insgesamt der schnellste Fahrer gewesen sei. Das Ergebnis ließ Ferrari über verpasste Gelegenheiten im Qualifying und bei der Umsetzung des Rennens nachdenken.