Der Weltspieler-Verband FIFPRO hat die FIFA beschuldigt, das Spielerwohl zu untergraben, indem sie mit 'falschen' Gewerkschaften statt mit anerkannten Organisationen konsultiert. Die Kritik folgt auf ein FIFA-Treffen in Rabat, Marokko, zu dem FIFPRO nicht eingeladen wurde, obwohl sie 66.000 Spieler weltweit vertritt. FIFPRO-Präsident Sergio Marchi erklärte, dass sich 2025 nichts am überfüllten Fußballkalender und den Gesundheitsrisiken für Spieler geändert habe.
FIFPRO hat die FIFA scharf dafür kritisiert, dass sie bei kürzlichen Wohlfahrtsdiskussionen nicht mit etablierten Spielervertretungen zusammenarbeitet. In einem Brief, der von der spanischen Zeitung AS veröffentlicht wurde, bezeichnete FIFPRO-Präsident Sergio Marchi die Versprechen der FIFA als 'leere Worte' und kündigte an, für das Wohl der Spieler zu 'kämpfen'. Er hob anhaltende Probleme im Jahr 2025 hervor, einschließlich endloser Saisons mit Spielen alle drei Tage, erschöpfenden Reisen, fehlenden Erholungspausen und Risiken für die physische und mentale Gesundheit der Spieler. Marchi wies auch auf bestehende Probleme wie elende Löhne, Vertragsbrüche und die Ignoranz der Mindestvertragsregel von einem Jahr seit 2001 hin, die Tausende von Fußballern weltweit betrifft.
Der Streit dreht sich um ein FIFA-Treffen zum Spielerwohl, das am Wochenende vor dem 12. November 2025 in Rabat, Marokko, stattfand. Es nahmen Vertreter von 30 nationalen Spielergewerkschaften und das Players' Voice Panel der FIFA mit Ex-Spielern teil, und die Versammlung führte zu Ankündigungen wie einem Professional Players Consultation Forum, mindestens 72 Stunden Ruhezeit zwischen Spielen, 21 Tagen zwischen Saisons und einem wiederbelebten Spielerwohlfonds. FIFA-Präsident Gianni Infantino betonte das Engagement für 'konkrete und sinnvolle Maßnahmen' und die Offenheit für 'respektvollen Dialog', während er angespannte Beziehungen zu FIFPRO aufgrund angeblicher 'Angriffe' und Bedenken hinsichtlich ihrer finanziellen Transparenz erwähnte.
FIFPRO wurde nicht eingeladen, was an die Ausschließung von einem ähnlichen Treffen in New York im Juli 2025 vor dem erweiterten 32-Team-Club-WM-Finale erinnert. CEO der Professional Footballers' Association Maheta Molango nannte es 'traurige Neuigkeiten', dass die FIFA Beratungspartner über gewählte Stimmen wählt, und bezeichnete es als 'sehr besorgniserregend' und undemokratisch. Der Hintergrund umfasst FIFPROs rechtliche Schritte gegen die FIFA wegen des überfüllten Kalenders, wobei Manchester-City-Mittelfeldspieler Rodri letztes Jahr vor potenziellen Streiks warnte, bevor er eine saisonende Knieverletzung erlitt.